2011-10-25

Altenheim Online - Aktuelle Nachrichten

Ärzte fordern neue Vergütungsmodelle für die Betreuung von Pflegeheimbewohnern

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26.10.2011
Dringend neue Vergütungsmodelle, die den Menschen im Heim eine gute haus- und fachärztliche sowie psychotherapeutische Betreuung bieten und gleichzeitig den Ärzten und Psychotherapeuten dafür ein angemessenes Honorar bringen, fordert Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayern. Was die Betreuung von Patienten in Pflegeheimen durch niedergelassene Hausärzte besonders erschwere, seien zwei Faktoren: einerseits die unzureichende Vergütung für die aufwändigen ärztlichen Leistungen, andererseits die überbordende Bürokratie. Aufwand und Honorar stünden in keinem Verhältnis, denn: "oftmals besucht der Hausarzt seine Patienten im Heim mehrmals im Quartal, manchmal sogar wöchentlich. Natürlich lassen wir Hausärzte unsere Patienten im Heim nicht im Stich auch wenn es sich eigentlich nicht rechnet", sagt Krombholz.

Allerdings gebe es bereits Modelle seitens der Hausärzteschaft und auch seitens der KV, die die Kooperationen von Ärzten, Psychotherapeuten und Heimleitung sinnvoll abbildeten, so Krombholz: "Dabei müssen unbedingt auch die Träger von Heimen eingebunden werden. Denn nur durch eine abgestimmte Zusammenarbeit können wir erreichen, dass bei der Betreuung von Menschen in Pflegeheimen künftig wieder mehr der Mensch und nicht Honorar oder Bürokratie im Fokus stehen."

"Natürlich sollten Patienten in Pflegeheimen nach Möglichkeit durch den Hausarzt ihres Vertrauens betreut und behandelt werden. Denn gerade bei älteren Menschen, die häufig an mehr als einer Krankheit leiden, ist ein abgestimmtes, konsistentes Betreuungskonzept von besonderer Bedeutung, so der KV-Vorsitzende weiter

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