2011-10-28

Gemeinsam zum Abi - ob behindert oder nicht - Rhein-Zeitung Koblenz - Rhein-Zeitung

Gemeinsam zum Abi - ob behindert oder nicht

Bendorf - Seit mehr als 30 Jahren machen behinderte und nicht behinderte Schüler in Bendorf gemeinsam Abitur. Damit ist das Wilhelm-Remy-Gymnasium landesweit einzigartig. Und ginge es nach der UN-Behindertenrechtskonvention, die im März 2009 in Deutschland gültig wurde, müssten bereits an allen deutschen Schulen zumindest Bendorfer Verhältnisse herrschen – wenn nicht sogar normale Schulen aufgelöst und Kinder unterschiedlicher geistiger Fähigkeiten im Klassenverband unterrichtet werden – mithilfe von Fachkräften (Inklusion). Doch viele Regelschulen sind noch nicht einmal auf die Integration weniger Behinderter eingerichtet.

Hannah trägt ein Cochlea Implantat. Sie folgt dem Unterricht mithilfe von Mikrofonen und einem Funkempfänger, der mit ihrer Hörprothese verbunden wird.
Katrin Steinert
Exotisches Remy-Gymnasium
So hat das Wilhelm-Remy-Gymnasium einen Exotenstatus: „Es ist das einzige Regelgymnasium in Rheinland-Pfalz, das einen integrativen Ansatz verfolgt“, bestätigt ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums in Mainz. Zumindest zwei weitere Gymnasien beabsichtigen, Behinderte zu unterrichten: in Meisenheim (Kreis Bad Kreuznach) und im pfälzischen Herxheim.
In den vergangenen Jahren hat sich der Lehrauftrag in Bendorf allerdings erweitert. Wurden viele Jahre rein körperlich Behinderte in die normalen Klassen integriert, lernen dort seit 2004 auch immer mehr Schwerhörige und Sehbehinderte, sogenannte Sinnesbeeinträchtigte.

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