2011-10-30

Wiesbadener Tagblatt - Am ersten Arbeitsmarkt aktiv

Erbenheim

Am ersten Arbeitsmarkt aktiv

29.10.2011 - ERBENHEIM
Von Beke Heeren-Pradt
BEHINDERTE Die Initiative begleitende Arbeitsstätten hat in Erbenheim großzügigere Räume bezogen
„Professionelle Dienstleistungen mit sozialer Verantwortung“ - so lautet der Slogan der „Initiative begleitende Arbeitsstätten“, kurz „iba“, die seit 1999 ein stets expandierendes Netzwerk geschaffen hat, das sich stark macht für behinderte Menschen und ihnen konkret Arbeitsplätze bietet.
Aus einem kleinen Verein, der von Lehrern und betroffenen Eltern geistig Behinderter und Lernbehinderter gegründet wurde, ist inzwischen ein fast mittelständisches Unternehmen geworden, das in drei Teilbereichen Arbeitsplätze für Menschen mit unterschiedlichsten Handicaps bietet. Am gestrigen Freitag konnten Vorstand, Geschäftsführung und Mitglieder den Umzug in neue und größere Räumlichkeiten in Erbenheim feiern.
„Wir sind am ersten Arbeitsmarkt aktiv“, betont Geschäftsführer Gerald Schwartz nicht ohne Stolz. Und das macht den wesentlichen Unterschied des Vereines aus etwa im Vergleich zu den Werkstätten für Behinderte. „Wir haben hier sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze“, erläutert Schwartz, obwohl etwa 70 Prozent der Beschäftigten schwerbehindert seien.
„PutzBlitz“, „UmweltTeam“, „AllTechnik“ - so heißen die drei Tätigkeitsbereiche des Dienstleistungsunternehmens, das trotz seiner besonderen Stellenstruktur im allgemeinen Markt mitmischt. (...)
Die Initiative erhält keinerlei Zuschüsse, muss sich allein aus dem finanzieren, was erwirtschaftet wird. Das ist natürlich nicht so einfach, da die Betriebsstruktur grundsätzlich anders ist als in anderen kommerziellen Betrieben. Besonderes Engagement der Projektleiter spielt da eine wesentliche Rolle, ebenso die Arbeit der pädagogischen Leiterin Tanja Kubetzki. Sie ist in alle Betriebsbereiche eingebunden, empfiehlt und überwacht den Einsatz der behinderten Mitarbeiter, leitet die Projektleiter pädagogisch an.
Enge Zusammenarbeit mit Arbeitsvermittlung und auch den Werkstätten für Behinderte zeichnet das Engagement des Vereins ebenfalls aus. Immer wieder gelingt es, WfB-Beschäftigte bei „iba“ unterzubringen, was für alle Beteiligten ein großer Erfolg ist. „Hier wechselt dann jemand in den ersten Arbeitsmarkt“, erklärt Geschäftsführer Schwartz begeistert und zeigt sich sehr froh über die gute Zusammenarbeit.

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