2011-11-06

Alzheimer-Patientin in Klagenfurt ans Bett gefesselt - Österreich-Chronik - derStandard.at › Panorama

Kärnten

Alzheimer-Patientin in Klagenfurt ans Bett gefesselt

03. November 2011 17:59
  • Artikelbild: Die Zeiten, in denen psychiatrische Patienten in Gitterbetten ruhiggestellt wurden, scheinen in Klagenfurt noch präsent. - Foto: Standard/Hendrich
    Die Zeiten, in denen psychiatrische Patienten in Gitterbetten ruhiggestellt wurden, scheinen in Klagenfurt noch präsent.

Frau mit Gurten festgebunden - Laut Patientenanwalt ein möglicher Gesetzesverstoß, für den Abteilungsleiter "State of the Art"

Klagenfurt - Schwere Vorwürfe erhebt der Sohn einer Kärntner Alzheimer-Patientin gegenüber dem Klinikum Klagenfurt. Die 87-jährige Frau, die in einem Pflegeheim untergebracht ist, musste vor einige Tagen wegen eines Aggressionsschubs auf die Alterspsychiatrie des Klinikums zwangseingewiesen werden. Dort landete die zusatzversicherte Frau in einem Sechs-Betten-Zimmer und wurde mittels Gurten diagonal an Hand, Fuß und Bauch an ihr Bett festgebunden. Der geschockte Sohn wurde von der diensthabenden Ärztin abgekanzelt. Sie habe 150 Patienten zu versorgen und werde sich nicht mit ihm über medizinische Maßnahmen unterhalten.
Das sei "ungeheuerlich", meint der Sohn (Name und Anschrift sind dem Standard bekannt). Offenbar herrsche auf der Abteilung solch ein Spardruck, dass man zu "vorgestrigen" und "menschenunwürdigen" Maßnahmen bei Alzheimer-Patienten greifen müsse. Man baue zwar um 360 Millionen Euro ein "supertolles neues Spital", aber dann gebe es kein Personal, das sich ausreichend um seine völlig verängstigte Mutter hätte kümmern können.

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