2011-11-06

AWO | Bezirksverband Hannover: AWO lehnt entschieden eine neue Landesbehörde für Betreuung ab

AWO lehnt entschieden eine neue Landesbehörde für Betreuung ab


Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Änderung des Nds. Ausführungsgesetzes zum Betreuungsgesetz
Die AWO Bezirksverband Hannover e.V. lehnt vehement den heute vom Landeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Schaffung einer neuen Landesbehörde für Betreuungsrecht ab. Die neue Landesbetreuungsbehörde soll beim niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie angesiedelt sein. In dieser Behörde sollen u.a. dienstunfähige oder begrenzt dienstfähige Beamtinnen und Beamte rechtliche Betreuungen übernehmen.
„Wir fragen uns, inwieweit dienstunfähige oder begrenzt dienstfähige Beamtinnen und Beamte der vertrauensvollen und wichtigen Aufgabe der rechtlichen Betreuung nachkommen können“, sagt Axel Plaue, Vorsitzender des AWO Bezirksverbandes Hannover e.V. „Daneben befürchten wir, eine Doppelstruktur zur bestehenden Arbeit der Betreuungsvereine und hohe Kosten durch den zusätzlichen Verwaltungsapparat, die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weiteres Personal in einer solchen Landesbetreuungsbehörde.“ (...)
Axel Plaue macht deutlich: „Unserer Ansicht nach sollten Mittel des Landes nicht in die Schaffung zusätzlicher Behördenstrukturen investiert werden, sondern vielmehr in die Querschnittsarbeit der Betreuungsvereine und in die Durchführung von Vereinsbetreuungen mit der Option, dass die Weitergabe von Betreuungen an Ehrenamtliche stärker gefördert wird. Außerdem befürchten wir als AWO hier auch einen Interessenkonflikt, wenn dieselbe Behörde, die Betreuungen durchführt auch für die Anerkennung von Betreuungsvereinen zuständig ist.“

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