2011-11-13

Gedenken Oldenburg: Stolpersteine erinnern an Nazi-Opfer - NWZonline.de

Stolpersteine erinnern an Nazi-Opfer

Gedenken Schüler-Initiative für Opfer der Euthanasie – Gertrudenheim und Kloster Blankenburg



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Besondere Pflastersteine: der Kölner Künstler Gunter Demnig legt hier die drei Steine am Gertrudenheim. BILD: Tobias Frick Bild vergr��ern
Erstmals wurden „Stolpersteine“ in Oldenburg verlegt. Damit wird einzelnen Opfern gedacht.

von Karsten Röhr

Oldenburg - Zum Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Krankenmordes im Gertrudenheim und Kloster Blankenburg wurden am Dienstag vier Stolpersteine gesetzt. Mit dieser Schülerinitiative hält in Oldenburg eine Erinnerungskultur Einzug, die sich dem Gedenken Einzelner widmet.

Schüler der IGS Flötenteich hatten vor zwei Jahren mit diesem Vorhaben begonnen, das von Schülern der Helene-Lange-Schule fortgesetzt wurde und nun mit Unterstützung des Bezirksverbandes Oldenburg realisiert werden kann.


Forschungen über die NS-Euthanasie in Oldenburgischen Heimen und Anstalten hatten die Aufmerksamkeit der Schüler auf das Schicksal der Bewohner des Gertrudenheims und Kloster Blankenburgs gelenkt. Von der unmenschlichen Behandlung und der hohen Sterblichkeit während der 1930er- und 1940er-Jahre erschüttert, forschten sie dem Schicksal einzelner Bewohner nach, um ihnen ein Zeichen des Gedenkens zu setzen. Mit viel Enthusiasmus, aber nicht ohne Widerstände und Rückschläge, setzen sie ihre Pläne für die „Stolpersteine“ durch.
 Grundlage ihrer Arbeit waren die Forschungen des Historikers und Lehrers Ingo Harms über den Mord an Behinderten und Geisteskranken, die unter dem Titel „Biologismus“ veröffentlicht worden sind.
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