2011-11-09

Hans-Joachim Lang gibt Opfern von Medizinverbrechen in Auschwitz eine Stimme - Regionale Kultur - Schwäbisches Tagblatt Tübingen

09.11.2011

Inhumanforschung in Block 10

Hans-Joachim Lang gibt Opfern von Medizinverbrechen in Auschwitz eine Stimme


Seit Jahren erforscht TAGBLATT-Redakteur Hans-Joachim Lang minutiös die Biografien von Holocaust-Opfern und gibt ihnen Namen und Gesichter zurück. Nun ist sein neuer Band „Die Frauen von Block 10“ erschienen, den er all jenen Frauen widmet, die in Auschwitz medizinische Versuche über sich ergehen lassen mussten. Am morgigen Donnerstag stellt Lang sein Buch bei Osiander in der Wilhelmstraße um 20 Uhr vor.
Henning Tümmers
Monika Zatka – fotografiert 1942 nach ihrer Einweisung in Auschwitz – war eines der ersten ... Monika Zatka – fotografiert 1942 nach ihrer Einweisung in Auschwitz – war eines der ersten Versuchsopfer von Carl Clauberg. Auf dem linken Bild ist ihre Häftlingsnummer 24208 erkennbar.
Tübingen. Es ist schon spät, als Heinrich Himmler in der Berliner Gestapozentrale am 28. März 1941 Viktor Brack empfängt. Das Treffen der beiden Granden des NS-Staates dauert nur wenige Minuten. Brack, Chef des Amts II in der Kanzlei des Führers und Organisator der „Euthanasie“-Morde, übergibt dem Reichsführer SS einen Geheimbericht. Wochen vergehen, ehe Himmler Zeit findet, die Ausführungen zu studieren. Anfang Mai lässt er Brack dann aber wissen, dass er mit großem Interesse das Dossier gelesen habe. Es kommt zu einem zweiten Treffen, bei dem Brack Hitlers Terrorchef seine visionären Pläne zur „Endlösung der Judenfrage“ persönlich vortragen darf.

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