2011-11-06

Mit Behinderten in einem Klassenzimmer | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

MÜNCHEN
Mit Behinderten in einem Klassenzimmer

Praxisbeispiele zeigen, dass Inklusion funktionieren kann – doch es gibt noch viele Vorbehalte und Ängste
Seit Schuljahresbeginn haben behinderte Kinder in Bayern das Recht, eine Regelschule zu besuchen. „Inklusion“ heißt das Zauberwort – die gleichberechtigte Teilhabe Behinderter in allen Lebensbereichen, auch in der Bildung. Doch kann das klappen, Behinderte und nicht-behinderte Schüler in einem Klassenzimmer zu unterrichten?
„Ich kann aus Überzeugung und Erfahrung sagen, dass es funktioniert“, sagt Heribert Riedhammer. Der Schulleiter der Montessori-Schule an der Heiglhofstraße in München weiß, wovon er spricht – schließlich hat knapp mehr als die Hälfte seiner 560 Schüler das, was im Schuldeutsch „sonderpädagogischer Förderbedarf“ heißt. Seit über vierzig Jahren bietet die Schule integrativen Unterricht an. Und natürlich gebe es immer wieder auch Skepsis der Eltern. „Die Bedenken lassen sich aber durch Fakten leicht abbauen“, erzählt Riedhammer. So lägen etwa die Übertrittsquoten der nicht-behinderten Schüler in Realschule und Gymnasium auf gleichem Niveau, wie bei vergleichbaren Grundschulen in der Umgebung. „Eltern müssen sich keine Sorgen machen: Alle Kinder profitieren von der Inklusion“, beteuert der Schulleiter.
Das klingt gut. Doch im Landtag ist man sich wohl bewusst, dass die Widerstände bei Eltern, Lehrern und auch den Schulbehörden gegen die Inklusion enorm sind:

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