2011-11-06

Patientendaten: 4.000 Psychiatrie-Akten offen im Netz | Digital | ZEIT ONLINE

Patientendaten 4.000 Psychiatrie-Akten offen im Netz

In Schleswig-Holstein waren psychiatrische Befunde und Gutachten via Internet einsehbar. Warum, ist nicht klar. Doch der Fall zeigt die Risiken vernetzter Patientendaten. (...)
Wenn über die Risiken von Datenverarbeitung im Netz debattiert wird, gelten unfreiwillig veröffentlichte psychiatrische Patientenakten immer als der GAU. In Schleswig-Holstein ist dieser größte anzunehmende Unfall nun passiert. Die Lübecker Nachrichten berichteten als Erste, dass Tausende Dokumente von mehreren psychiatrischen Einrichtungen eine unbekannte Zeit lang frei über das Netz zugänglich waren.
Datenschützer bestätigten den Fall inzwischen. Ungefähr 4.000 Dokumente seien betroffen, sagte Thilo Weichert, der Landesdatenschutzbeauftragte und Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD). Die Daten seien "tagesaktuell" gewesen, die neuesten stammten vom Vortag, vom gestrigen Donnerstag. Inzwischen wurde der Server jedoch komplett abgeschaltet.
Medizinische Befunde, psychiatrische Gutachten, eingescannte Berichte, Briefe der Kliniken, Verhaltensstudien von Patienten – alles, was für die psychiatrische Betreuung von Patienten relevant sein könnte, lag ungeschützt auf einem Server der Rebus gGmbH, einem IT-Dienstleister, der für verschiedene Betreuungseinrichtungen arbeitet.
Betroffen waren mehrere soziale Dienste, hauptsächlich aber der Verein Die Brücke aus Rendsburg-Eckernförde. Zu diesem Verein gehören mehrere Gesellschaften für die Betreuung von Behinderten und Kranken und auch der IT-Dienstleister namens Rebus. Dieser unterhielt die betroffene Datenbank.

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