2011-11-05

Pflegereform muss wohnnahe Dienstleistungen stärker einbeziehen

Pflegereform muss wohnnahe Dienstleistungen stärker einbeziehen

„Auch bei der aktuellen Pflegereform muss der Grundsatz gelten: “Ambulant vor stationär„, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen im Vorfeld der morgigen Beratungen des Koalitionsausschusses zur Pflegereform. “Wir werden den Staat und insbesondere die Pflegekassen massiv überfordern, wenn wir den Menschen nicht das gewährleisten können, was sie wollen, nämlich länger als bisher in den eigenen vier Wänden zu leben. Die Alternative, die teure Heimunterbringung, kann sich unsere Gesellschaft schlichtweg nicht leisten" so der GdW-Präsident. Schon heute sind rund 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind 65 Jahre und älter. Das entspricht 16 Millionen Menschen. Etwa 3,7 Millionen davon sind mindestens 80 Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 dürfte sich die Zahl der über 80-Jährigen auf gut zehn Millionen Menschen fast verdreifachen. (..)

Der GdW fordert die Bundesregierung angesichts des wachsenden Bedarfs an altersgerechten Wohnungen auf, die erforderlichen Bundesmittel für das KfW-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ auch in Zukunft bereitzustellen. Derzeit sind im Bundeshaushalt keinerlei Mittel mehr dafür vorgesehen. Darüber hinaus seien aber weitere Maßnahmen notwendig, um den Menschen das Leben in den eigenen vier Wänden auch im Alter angemessen zu ermöglichen, so Gedaschko. So sollten im Rahmen der Pflegereform gerade auch für Selbstnutzer mobilitätsfördernde Umbauten beim Gebäude- und Wohnungszugang und Barrierereduzierungen innerhalb der Wohnungen, aber auch technische Assistenzsysteme in der Wohnung sowie telemedizinische Anwendungen über die Pflegekassen förderfähig gemacht werden. Derzeit sei dies überwiegend auf Einzelmaßnahmen wie Einbauten für Toilette/Bad, Lifte, spezielle Kommunikationsanlagen und Notrufsysteme beschränkt. „Allerdings ist dafür Sorge zu tragen, dass alle Maßnahmen in ein stimmiges Gesamtpaket von Kranken- und Pflegeversicherung sowie Solidar- und Individualfinanzierung passen“, betonte Axel Gedaschko.
Pflegereform muss wohnnahe Dienstleistungen stärker einbeziehen

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