2011-11-20

„Und plötzlich saß ich im Rollstuhl“ | Rheine - Ahlener Zeitung

„Und plötzlich saß ich im Rollstuhl“


Hubert Bosse (l.), Hermann-Josef Wellen (m.) und Fahrschullehrer Manfred Bünder erläuterten der MV, wie auch Menschen mit körperlichen Behinderungen weiterhin mit ihrem eigenen Auto mobil bleiben können.

Hubert Bosse (l.), Hermann-Josef Wellen (m.) und Fahrschullehrer Manfred Bünder erläuterten der MV, wie auch Menschen mit körperlichen Behinderungen weiterhin mit ihrem eigenen Auto mobil bleiben können.
(Foto: Dierkes)


Rheine. Auto fahren mit nur einem Bein - geht das überhaupt? Und ob! Hubert Bosse aus Mettingen, dem nach einem schweren Unfall 1994 das rechte Bein amputiert wurde, macht das seit über 15 Jahren. In dieser Zeit ist der heute 60-Jährige über 300000 Kilometer gefahren, unter anderem allein nach Berlin und Paris. „Aber leicht war das nicht. Ich musste hart trainieren, bis es so weit war“, blickt er zurück. Geholfen hat ihm dabei die Fahrschule Bünder. Sie widmet sich seit über 25 Jahren besonders Menschen mit körperlichen Behinderungen. „Angefangen hat das, als damals die ersten Opfer des Contergan-Skandals ihren Führerschein machen wollten“, erinnert sich Manfred Bünder. Das Beruhigungsmittel Contergan hatte Ende der fünfziger Jahre zu schweren Missbildungen bei tausenden von Neugeborenen geführt.

Bei einem Werkstattunfall hatte Busfahrer Hubert Bosse 1994 sein rechtes Bein verloren. „Ich war damals 43, leidenschaftlicher Autofahrer und hatte eigentlich noch viel vor. Und nun saß ich plötzlich im Rollstuhl“, erinnert er sich an diese schwere Zeit. Doch Hubert Bosse ließ sich nicht unterkriegen:
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