2011-12-13

Demenz - kein Wort ist unsinnig

Ärzte Zeitung, 13.12.2011


Gastbeitrag

Demenz - kein Wort ist unsinnig

Auch wenn die Verständigung mit Demenzkranken manchmal sehr schwierig ist: Nichts, was diese Patienten sagen, ist unsinnig. Solange Demenzkranke sprechen, wollen sie verstanden werden.
Von Karlheinz Schneider-Janessen
Demenz - kein artikuliertes Wort ist unsinnig
Was will sie nur von mir? Verstörend ist, Demenzkranke wörtlich zu nehmen.
© [M] Gina Sanders | manu / fotolia.com
Der Sprachverfall Dementer hat zumindest über eine längere Krankheitsphase hinweg vor allem zwei Gründe: zum einen die dem Kranken bewusste Wortfindungsstörung, die manche Demente resignieren lässt, und zum anderen die Reaktion der Menschen, denen die Kranken etwas mitteilen wollen.
Denn oft reagieren die Mitmenschen verständnislos auf den Sinn der Sätze von Demenzkranken.
Statt dieser Sichtweise wird das allmähliche Verstummen Dementer oft zu früh auf ein Übergreifen der Erkrankung auf die Sprachzentren des Gehirns gedeutet, was in der Regel zu einer fatalistischen Einstellung im sprachlichen Umgang mit Demenzkranken führt.

Demenz - kein Wort ist unsinnig

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