2011-07-31

Recht: Bedarf an rechtlicher Betreuung steigt - Bottrop - DerWesten

Recht Bedarf an rechtlicher Betreuung steigt

Bottrop, 31.07.2011, DerWesten
Bottrop. Der Ausfall kann plötzlich auftreten oder ein schleichender Prozess sein, doch auf einmal können sich Erwachsene sich nicht mehr selbst um ihre rechtlichen Angelegenheiten oder den finanziellen Bereich kümmern. Familienmitglieder müssen einspringen und helfen. Manchmal ist aber auch kein Verwandter mehr da oder in der Lage, die anfallenden Aufgaben zu erledigen. Dann kommt Detlef Lotz vom Sozialdienst katholischer Frauen ins Spiel. Er ist einer von zwei rechtlich bestellten Betreuern für Erwachsene beim SkF.
Um 45 Personen kümmert er sich zurzeit. „Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. Es handelt sich um psychische Erkrankungen, Suchtprobleme, Lernbehinderungen oder Demenzerkrankungen“, berichtet der 57-Jährige. Die dann anfallenden Aufgaben sind vielschichtig. „Der Hilfebedarf umfasst drei große Felder. Die rechtliche Belange, Vermögensangelegenheiten und die Gesundheitsfürsorge. Eher selten sind gerichtliche Dinge oder auch mal eine Steuererklärung“, fasst er sein Arbeitsprofil zusammen.
Jedes Jahr muss Detlef Lotz Arbeitsprotokolle von jedem seiner Schützlinge anfertigen, damit seine Hilfeleistung nachweisbar ist. „Gerade in finanziellen Dingen haben die Betreuten oder deren Angehörige anfangs oft Zweifel, ob alles mit rechten Dingen zugeht.“ Seit 23 Jahren macht er diesen Job. Früher hieß sein Arbeitsbereich noch Vormundschaft. Dabei wurden den Betreuten ihre bürgerlichen Rechte entzogen. „Es ist ganz gut, dass dies geändert wurde.“ Der Ablauf hin zur einer Betreuung ist fast immer der gleiche. „Meist stellt ein Arzt fest, dass der Patient nicht mehr in der Lage ist, sich um seine Angelegenheiten zu kümmern und fasst die Defizite in einem Kurzattest zusammen.“ Ein vom Amtsgericht beauftragter Gutachter stellt anschließend den Hilfebedarf fest. Am Schluss wird ein Betreuer vom Amtsgericht eingesetzt.
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Zweifel und Kritik am Pflege-Tüv - Freie Presse



Foto: dapd

Zweifel und Kritik am Pflege-Tüv

Verbände und Patientenschützer: Bewertung der Pflegeeinrichtungen sei sinnlos und bilde nicht die Realität ab

Dresden/Berlin. Alle 1000 ambulanten Pflegedienste und 716 Pflegeheime im Freistaat Sachsen haben ein erstes Zeugnis erhalten. Die Prüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) im Auftrag der Pflegekassen hat die Durchschnittsnote 1,9 ergeben. Wie die Kassen und der MDK am Freitag mitteilten, entspreche dies exakt dem Bundesdurchschnitt. Speziell bei Sachsens Pflegeheimen sei mit der Note 1,4 auf der von 1 bis 5 reichenden Zensurenskala sogar ein besserer Wert als republikweit (1,5) erzielt worden. Mit der Benotung ist es laut AOK-Plus-Vorstand Rolf Steinbronn "gelungen, die Pflegequalität transparent zu machen". Dies sei beispielhaft auch für andere Bereiche im Gesundheitswesen.

Zweifel und Kritik am Pflege-Tüv - Freie Presse

Sprachrohr für die Älteren - SauerlandKurier

Winterberg, 31.07.2011 02:15 Uhr
In der zweiten Sitzung des Arbeits­kreises "Ini­tia­tive 60 plus" infor­mierte der ehren­amt­liche Behin­der­ten­be­auf­tragte des Hoch­sau­er­land­kreises, Heinz Aren­hövel, die Teil­nehmer über die Ziele und Aufgaben der Behin­der­ten-Inter­es­sen-Vertre­tung (BIV). Auch die Themen "Pfle­ge­stütz­punkte" und "Akti­onstag 60plus" kamen zur Sprache.

Sprachrohr für die Älteren - SauerlandKurier

Berufsunfähig nach Loveparade? Anwalt warnt vor Zugeständnissen an Versicherer

Ärzte Zeitung online, 01.07.2011

Berufsunfähig nach Loveparade? Anwalt warnt vor Zugeständnissen an Versicherer

KÖLN (akr). Opfer der Duisburger Loveparade und Anwälte üben massive Kritik an der Vorgehensweise der Axa, die den Veranstalter des Technospektakels haftpflichtversichert hatte. "Ich fürchte, dass man da mit einer Art Schadenschnelldienst billig heraus kommen möchte", sagt Jürgen Hagemann, Vorsitzender des Selbsthilfe-Vereins der Loveparade-Geschädigten.
Berufsunfähig nach Loveparade? Anwalt warnt vor Zugeständnissen an Versicherer
Eine Rettungskraft des DRK legt am 24. Juli während der Gedenkfeier zur Loveparade-Katastrophe im Fußballstadion in Duisburg 21 Sonnenblumen in ein Herz aus Blumen.
© dpa
Hagemanns Tochter war bei der Veranstaltung schwer traumatisiert wurden und musste ihre Ausbildung abbrechen.
Die Teilnahme an der Technoparade in Duisburg vor einem Jahr hatte 21 Menschen das Leben gekostet, hunderte wurden zum Teil schwer verletzt.

Berufsunfähig nach Loveparade? Anwalt warnt vor Zugeständnissen an Versicherer

Kommentierung der BAG WfbM zum Staatenbericht « BAG IF

Kommentierung der BAG WfbM zum Staatenbericht

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen kommentiert den Staatenbericht der Bundesregierung zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention: “In ihrer Strategie für Menschen mit Behinderung in der Europäischen Union hat die Europäische Kommission die Notwendigkeit einer höheren Mobilität bei der Teilhabe am Arbeitsleben festgestellt. Es müssen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, um Menschen mit Behinderung in Werkstätten oder außerhalb der Einrichtungen eine Beschäftigung zu ermöglichen.”
Kommentierung der BAG WfbM zum Staatenbericht « BAG IF

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 27 - Arbeit und Beschäftigung


(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit; dies beinhaltet das Recht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei gewählt oder angenommen wird. Die Vertragsstaaten sichern und fördern die Verwirklichung des Rechts auf Arbeit, einschließlich für Menschen, die während der Beschäftigung eine Behinderung erwerben, durch geeignete Schritte, einschließlich des Erlasses von Rechtsvorschriften, um unter anderem
a) Diskriminierung aufgrund von Behinderung in allen Angelegenheiten im Zusammenhang mit einer Beschäftigung gleich welcher Art, einschließlich der Auswahl-, Einstellungs- und Beschäftigungsbedingungen, der Weiterbeschäftigung, des beruflichen Aufstiegs sowie sicherer und gesunder Arbeitsbedingungen, zu verbieten;
b) das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf gerechte und günstige Arbeitsbedingungen, einschließlich Chancengleichheit und gleichen Entgelts für gleichwertige Arbeit, auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, einschließlich Schutz vor Belästigungen, und auf Abhilfe bei Missständen zu schützen;
c) zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen ihre Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte gleichberechtigt mit anderen ausüben können;
d) Menschen mit Behinderungen wirksamen Zugang zu allgemeinen fachlichen und beruflichen Beratungsprogrammen, Stellenvermittlung sowie Berufsausbildung und Weiterbildung zu ermöglichen;
e) für Menschen mit Behinderungen Beschäftigungsmöglichkeiten und beruflichen Aufstieg auf dem Arbeitsmarkt sowie die Unterstützung bei der Arbeitssuche, beim Erhalt und der Beibehaltung eines Arbeitsplatzes und beim beruflichen Wiedereinstieg zu fördern;
f) Möglichkeiten für Selbständigkeit, Unternehmertum, die Bildung von Genossenschaften und die Gründung eines eigenen Geschäfts zu fördern;
g) Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Sektor zu beschäftigen;
h) die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen im privaten Sektor durch geeignete Strategien und Maßnahmen zu fördern, wozu auch Programme für positive Maßnahmen, Anreize und andere Maßnahmen gehören können;
i) sicherzustellen, dass am Arbeitsplatz angemessene Vorkehrungen für Menschen mit Behinderungen getroffen werden;
j) das Sammeln von Arbeitserfahrung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt durch Menschen mit Behinderungen zu fördern;
k) Programme für die berufliche Rehabilitation, den Erhalt des Arbeitsplatzes und den beruflichen Wiedereinstieg von Menschen mit Behinderungen zu fördern.
(2) Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen nicht in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden und dass sie gleichberechtigt mit anderen vor Zwangs- oder Pflichtarbeit geschützt werden.

inclusion.cc

Lernen ohne Hindernisse: Kooperation in Wimsheimer Grundschule geht weiter - Region - Pforzheimer Zeitung

Lernen ohne Hindernisse: Kooperation in Wimsheimer Grundschule geht weiter

WIMSHEIM Auf positive Resonanz stößt in Wimsheim die Kooperation der Grundschule mit der Anna-Bertha-Königsegg-Schule des Heilpädagogischen Zentrums Pforzheim. In der Wimsheimer Grundschule ist seit drei Jahren eine Außenklasse der Anna-Bertha-Königsegg-Schule für behinderte Kinder zu Hause. Außerdem werden an der Wimsheimer Grundschule Schüler beider Schulen gemeinsam in einer sogenannten Inklusionsklasse unterrichtet.

Lernen ohne Hindernisse: Kooperation in Wimsheimer Grundschule geht weiter - Region - Pforzheimer Zeitung

Meinungsverbrechen.de » Freiheitsentzug

Demonstrationsaufruf für Montag, den 1.8.2011

Antipsychiatrieaktivisten bei einer Demonstration
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener ruft zusammen mit der IAAPA Polska, der Irren-Offensive, dem Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg, dem Landesverband Psychiatrie-Erfahrene Hessen, dem Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW und dem Werner-Fuß-Zentrum zu einer Demonstration am 1.8.2011 um 15 Uhr vor der “Grünen Botschaft” in Berlin auf. Das Motto der Demonstration ist “Keine Abgeordnetenstimme für die Restauration und Relegalisierung psychiatrischer Gewaltmethoden – Nirgendwo !”
Anlass für die Demonstration ist das Wahlversprechen der Berliner Grünen, das Berliner Gesetz für psychisch Kranke im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu überarbeiten. Die Veranstalter der Demonstration werten einen Schriftwechsel, den sie mit der Parteiführung der Berliner Grünen bzw. der Kandiatin für das Amt der regierenden Bürgermeisterin, Renate Künast, geführt haben, als Bruch dieses Wahlversprechens. In dem Schriftwechsel distanzieren sich die Berliner Grünen teilweise wieder von der Umsetzung der Forderungen des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, welches eine Abschaffung sämtlicher nationaler Sondergesetze, die Zwang und Gewalt auf Grund psychiatrischer Diagnosen legitimieren, forderte. Am 23.3.2011 hatte das Bundesverfassungsgericht ein Urteil gesprochen, in dem es psychiatrische Zwangsbehandlung für verfassungswidrig erklärt hatte. Verschiedene antipsychiatrische Aktivistenverbände sehen in dem Verhalten der Grünen einen Versuch, die gesetzliche Verankerung von Menschenrechten in Deutschland auszubremsen, ja sogar das Rad der Zeit zurückdrehen zu wollen.
Ganz besonders bezeichnend ist in diesem Zusammenhang auch die unheilige Allianz der Grünen mit der DGPPN. Diese hatten bereits mehrmals Räumlichkeiten der Heinrich Böll-Stiftung in Berlin an die DGPPN vermietet, obwohl sie gleichzeitig Antipsychiatrieaktivisten vom Werner-Fuß-Zentrum Zusammenarbeit im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen in der Psychiatrie und der Abschaffung psychiatrischer Sondergesetze versprochen hatten.
Mehr Informationen zum Thema:

Meinungsverbrechen.de » Freiheitsentzug

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 14 - Freiheit und Sicherheit der Person

(1) Die Vertragsstaaten gewährleisten,
a) dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen das Recht auf persönliche Freiheit und Sicherheit genießen;
b) dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen die Freiheit nicht rechtswidrig oder willkürlich entzogen wird, dass jede Freiheitsentziehung im Einklang mit dem Gesetz erfolgt und dass das Vorliegen einer Behinderung in keinem Fall eine Freiheitsentziehung rechtfertigt.
(2) Die Vertragsstaaten gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen, denen aufgrund eines Verfahrens ihre Freiheit entzogen wird, gleichberechtigten Anspruch auf die in den internationalen Menschenrechtsnormen vorgesehenen Garantien haben und im Einklang mit den Zielen und Grundsätzen dieses Übereinkommens behandelt werden, einschließlich durch die Bereitstellung angemessener Vorkehrungen.
inclusion.cc

Behinderte weiter benachteiligt – Sozialverband kündigt Klagen gegen Regierung an — Pressemeldungen.com

Saarbrücker Zeitung: Behinderte weiter benachteiligt – Sozialverband kündigt Klagen gegen Regierung an

by ots/presseportal.de on 23.07.2011
Saarbrücken (ots) – Nicht erwerbsfähige Behinderte, die im
Haushalt ihrer Eltern leben, können auch weiterhin nur mit
verminderten staatlichen Hilfszahlungen rechnen. Trotz einer anders
lautenden Vereinbarung im Rahmen der vor fünf Monaten verabschiedeten
Hartz-IV-Reform sieht die Bundesregierung keine Veranlassung zu
zügigen Nachbesserungen, berichtet die “Saarbrücker Zeitung”
(Samstag-Ausgabe). Das Blatt beruft sich dabei auf eine Stellungnahme
des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im
Bundestag.
Seit der jüngsten Hartz-Reform erhalten Behinderte ab dem 25.
Lebensjahr ohne eigenen Haushalt nur noch 80 Prozent des vollen
Regelsatzes von 364 Euro. Das sind 291 Euro, also 73 Euro weniger.
Nicht behinderte Hartz-IV-Empfänger über 25 Jahre, die noch bei ihren
Eltern leben, bekommen dagegen weiter den vollen Satz gezahlt. Im
Vermittlungsverfahren zum Hartz-Kompromiss hatten Regierung und
Opposition vereinbart, die neue Regelung mit dem Ziel zu überprüfen,
“Menschen mit Behinderungen ab dem 25. Lebensjahr den vollen
Regelsatz zu ermöglichen”.

Saarbrücker Zeitung: Behinderte weiter benachteiligt – Sozialverband kündigt Klagen gegen Regierung an — Pressemeldungen.com

Piano Theater | Theater Piano ist beim Film-Festival „Breaking Down Barriers“

Theater Piano ist beim Film-Festival „Breaking Down Barriers“

Vom 26. Bis 29. November nimmt Theater Piano am V. Internationalen Behinderten-Fim-Festival „Breaking Down Barriers“ teil, das in Moskau stattfinden wird.
Die Darsteller des Theaters Piano werden zwei Kreativ-Workshops innerhalb des Kinderprogramms abhalten und sich an der Eröffnungs- und Schlusszeremonie beteiligen.
„Der Name des Festivals „Breaking Down Barriers“ („Grenzen einreißen“) bedeutet nicht, dass alles erlaubt ist, sondern beinhaltet ein Wortspiel. Auf der einen Seite meinen wir die materiellen Grenzen, die es behinderten Menschen erschweren, sich in der Stadt zu bewegen. Auf der anderen Seite steht der Titel für die Überwindung psychischer Barrieren. Die Protagonisten der Festival-Filme zeichnen sich dadurch aus, dass sie über sich selbst hinauswachsen.“
Theater Piano hat bereits beim Internationalen Behinderten-Film-Festival „Breaking Down Barriers“ teilgenommen, das in Sochi stattgefunden hat.

Piano Theater | Theater Piano ist beim Film-Festival „Breaking Down Barriers“

Sonderschule als Auslaufmodell - oesterreich.ORF.at

BILDUNG



Sonderschule als Auslaufmodell
Die Sonderschule ist ein Auslaufmodell und soll in den 
nächsten Jahren abgeschafft werden. 
Erste Vorbereitungen dafür laufen auch in Kärnten. 
Derzeit werden noch 2.000 Schüler in Sonderschulen betreut.















14 ausgewiesene Sonderschulen
Die Schüler werden von Sonderpädagogen 
bis zur neunten Schulstufe betreut. Die meisten 
besuchen schon Regelschulen. Etwa ein Drittel 
geht noch in eine der 14 ausgewiesenen 
Sonderschulen. Diese sollen nun Zug um 
Zug abgeschafft werden.

Damit richtet sich Österreich nach den 

Vorgaben einer UN-Konvention. 
Eine Frist zur Umstellung auf ein 
so genanntes "inklusives Schulsystem" 
gibt es nicht. Die Umsetzung könne 
nur schrittweise erfolgen, so Dagmar Zöhrer, 
Inspektorin für Sonderpädagogik.



Sonderschule als Auslaufmodell - oesterreich.ORF.at

2011-07-30

Gießener Anzeiger - „Selbstbestimmt Leben“ rückt näher

„Selbstbestimmt Leben“ rückt näher

30.07.2011 - GIESSEN
Künftiger Verein leistet Vorarbeit für Zentrums-Gründung
(red). Die Gründung des „Zentrums selbstbestimmt Leben Gießen“ als selbstverwaltete Organisation von behinderten Frauen und Männern in Gießen und Umgebung (der Anzeiger berichtete) rückt immer näher. Auf der jüngsten Versammlung des künftigen Vereins wurde der Satzungsentwurf diskutiert und verabschiedet. Außerdem wurden erste Projekte angesprochen. Diese sollen dann beim nächsten Treffen weiter diskutiert werden.
Diese Projekte sollen auf der Gründungsversammlung als Arbeitsgrundlage für das erste Jahr der operativen Arbeit des Vereins dienen. Unter anderem geht es dabei um die Projekte „Peer Counceling“ (Beratung von Betroffenen für Betroffene), das Projekt „Assistenzdienste“ (Bereitstellung und Organisation von Assistenz in allen Lebensbereichen), die Evaluation der tatsächlichen Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in der Kommune, ein Medienprojekt (Weiterbildung im Bereich Medienanalyse, Medienrezeption, Medienproduktion sowie die tatsächliche Medienproduktion im Sinne der Bewegung). Weitere Projekte sollen noch ausführlicher beim nächsten Treffen diskutiert werden, unter anderem die Themen „Frauen und Behinderung“, „Migration und Behinderung“ und „Studium und Behinderung“. Der Satzungsentwurf soll jetzt in Abstimmung mit dem zuständigen Dachverband Interessenvertretung selbstbestimmt Leben in Deutschland dem örtlichen Finanzamt und Amtsgericht vorgelegt werden, um die Eintragung in das Vereinsregister und die Gemeinnützigkeit sicherzustellen. Zwischenzeitlich will der Arbeitskreis Disability Studies, der die Gründung des Zentrums angestoßen hatte, beim AStA der Justus-Liebig-Universität Gießen als Träger Unterstützung organisieren. Auch geht es darum, über den Arbeitskreis beziehungsweise den AStA als schon bestehende rechtsfähige Person Förderungen zu organisieren. Um dies mit der angemessenen öffentlichen Würdigung verbinden zu können, sollen entsprechende Informationen und Anträge dem Studierendenparlament im August vorgelegt werden.

Gießener Anzeiger - „Selbstbestimmt Leben“ rückt näher

Lotsen für die Behinderten - Fritzlar-Homberg - Lokales - Nachrichten - HNA Online

Kreis hat vier Beauftragte, die ehrenamtlich für Menschen mit Handicaps da sind

Lotsen für die Behinderte 30.07.11|Fritzlar-Homberg

Schwalm-Eder. Sie haben einen amtlichen Ausweis, eine Visitenkarte und eigenes Briefpapier mit offiziellen Briefkopf. "Das ist tatsächlich wichtig, wenn man gehört werden will", sagt Marga Fischer aus Homberg. Sie ist eine der vier Behindertenbeauftragten des Landkreises Schwalm-Eder.
Lotsen für die Behinderten
© Lange-Michael
Für die nächsten fünf Jahre engagieren sie sich als Beauftragte des Landkreises für die Belange Behinderter: von links Marga Fischer (Homberg), Helmut Daub (Schwalmstadt), Gustav Walter (Felsberg). Vorne Sigrun Gölling (Bad Zwesten, für den Altkreis Fritzlar), die zum ersten Mal dabei ist und als Behinderte, die als Folge eines Unfalles seit 35 Jahren im Rollstuhl sitzt, besondere Erfahrungen mitbringt. Außerdem im Bild: links hinten Asmuth Stüssel (Sozialamt), Landrat Frank-Martin Neupärtl und rechts Hans-Georg Gölling.
Und sie engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für Menschen mit Behinderungen, kämpft für deren Interessen, versucht, deren Ansprüche durchzusetzen.
Seit 2004 gibt es im Kreis das Ehrenamt des Behindertenbeauftragten, jeweils einen für einen der vier Altkreise Fritzlar, Homberg, Melsungen und Ziegenhain. Seit dieser Woche wurde ihr Auftrag per Urkunde für weitere fünf Jahre bestätigt.
"Sie sollen die Türöffner für Behinderte sein", sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl bei der Übergabe der Urkunden. Behindertenbeauftragte kümmern sich zum Beispiel darum, dass Probleme im öffentlichen Raum, etwa bei Straßen, Kreuzungen, Gebäuden, aktenkundig werden und möglichst etwas dagegen getan wird.
Sie wollen außerdem Lotsen sein für Behinderte, ihnen zu ihrem Recht verhelfen im Dschungel der Behörden und Gesetze.
Im Gespräch nennen sie Beispiele aus der Praxis:

Lotsen für die Behinderten - Fritzlar-Homberg - Lokales - Nachrichten - HNA Online

(K)ein Herz für Behinderte in der Stadt Quakenbrück? | noz.de

Im Slalom mit dem Scooter durch Innenstadt

(K)ein Herz für Behinderte in der Stadt Quakenbrück?

jp Quakenbrück. Ingelore Möller nutzt so oft es geht die Gelegenheit, um vonBevern nach Quakenbrück zu fahren, wo sie bis 2005 gelebt hat. Doch die 57-Jährige hat dabei so ihre Probleme, denn sie ist wegen ihrer Behinderung auf einen Scooter angewiesen. Und behindertengerecht ist aus ihrer Sicht die Burgmannstadt auf keinen Fall.







Der von Ingelore Möller benutzte Scooter verfügt über kein Versicherungszeichen und wird unter der Kategorie „Gehhilfe“ geführt. Folglich hat sie mit ihrem Gefährt auch nichts auf der Fahrbahn zu suchen, sondern muss den Bürgersteig benutzen, wenn sie mit sechs Stundenkilometern unterwegs zu Freunden und Bekannten ist oder zum Einkauf in Quakenbrück. Ihr Ehemann Peter hat die Fahrt („Das war abenteuerlich!“) einmal begleitet und auf einer Fotostrecke, die das Paar auch bei der Stadt Quakenbrück abgegeben hat, genau festgehalten, wo die größten Knackpunkte aus Sicht der Behinderten bestehen.

(K)ein Herz für Behinderte in der Stadt Quakenbrück? | noz.de

Kunstprojekt "Atelier Goldstein": Haus der bezaubernden Talente - Kultur | STERN.DE

Haus der bezaubernden Talente

Sie malen Kreise, bauen Flugzeuge aus Pappe oder konstruieren irrwitzige Hochhaus-Modelle - die Künstler im Frankfurter "Atelier Goldstein" sind gefragt, ihre Arbeiten in renommierten Galerien und Museen zu sehen. Eines haben sie, bei aller Unterschiedlichkeit, gemein: Sie sind geistig behindert. Von Almut F. Kasper
Zoom

Herausragende künstlerische Talente arbeiten im Atelier Goldstein - so auch Birgit Ziegert. Ihre Werke haben eine unmissverständliche Formensprache© Plamen Bontchev/ Coleman+Schmitt/ Jovis Verlag
Lang und öde zieht sich die stark befahrene Hanauer Landstraße in Frankfurt/Main über sieben Kilometer in Richtung Offenbach. Wo die Ostendstraße einmündet, steht, zwischen Autocentern, Möbelhäusern und Outlet-Stores, ein trister grauer Büroblock aus den achtziger Jahren. Hinter dessen Mauern versteckt sich für 15 außergewöhnliche Menschen das Paradies.
Im ersten Geschoss des ehemaligen "Baumann-Hauses" passiert Unglaubliches. Hier entsteht Kunst, und zwar eine ganz besondere: 15 geistig behinderte Maler, Zeichner und Plastiker arbeiten im "Atelier Goldstein", Männer und Frauen mit Down-Syndrom, Autismus oder anderen Störungen. Doch das ist völlig uninteressant, nebensächlich. Wirklich interessant ist nur die Tatsache, dass die hier schaffenden Menschen alle etwas gemeinsam haben: herausragende künstlerische Talente. So absurde Schubkasten-Begriffe wie "Behinderten-Kunst" oder "Outsider Art" sind hier - noch mehr als anderswo - völlig deplatziert und unangebracht. Im "Atelier Goldstein" geht es nur um eines: um qualitativ hochwertige Kunst. Wer kein Talent hat, hat hier nichts zu suchen.
Dafür sorgt Christiane Cuticchio. Sie hat langjährige Erfahrung und nutzt ihren "Kennerblick", um versteckte Begabungen zu entdecken. Die ehemalige Bühnenbildnerin ist Initiatorin und künstlerische Leiterin des "Atelier Goldstein". Ihr und ihrem Team ist es zu verdanken, dass Menschen, die sonst gesellschaftlich am Rande stehen, einen Ort gefunden haben, an dem sie die Chance erhalten, ihr gesamtes künstlerisches Potenzial zu entfalten. Deren Bilder und Objekte werden immer wieder mit großem Erfolg in der Öffentlichkeit gezeigt. Nicht auf Weihnachtsmärkten oder Stadtteilfesten, sondern in renommierten Galerien und Museen. Die Kunstszene ist längst hellhörig geworden. Inzwischen reißen sich Sammler um die Werke, die hier entstehen.
Viermal in der Woche, immer gegen 13 Uhr, macht sich der hauseigene Zivildienstleistende auf den Weg und holt die Männer und Frauen aus ihren sozialen Einrichtungen ab, in denen sie leben und leichter Arbeit nachgehen müssen. Bringt sie in den ersten Stock des Hauses Hanauer Landstraße 220, wo sie auf 250 Quadratmetern eine Oase der Schaffenskraft gefunden haben.

Es riecht nach Farbe, Klebstoff und Schweiß

Ein langer Büroflur, von dem rechts und links die Ateliers der Künstler abgehen. Überall liegt und steht Material herum, Farbtöpfe, Pinsel. Schnell griffbereit, wenn etwas dringend gebraucht wird. Fertige Leinwände sind an die Wand gelehnt. Es riecht nach Farbe, Klebstoff und Schweiß. In den schlichten Büroräumen hat jeder Künstler seinen Arbeitsplatz. Lange Tische, bequeme Stühle. Es herrscht eine lebendige Atmosphäre, in der es vor Energie nur so sprüht. Aus dem einen Zimmer dröhnt Costa Cordalis, aus dem anderen plärrt Scooter. Zwischendurch raschelt und knistert es, wenn Material bearbeitet wird. In anderen Räumen wird gemurmelt, gebrummelt oder einfach nur konzentriert geschwiegen.
Das Buch
Das Buch "Atelier Goldstein Künstler", herausgegeben von Gabi Schirrmacher und Christian Sälzer. Deutsch/englisch, 240 Seiten mit 450 farbigen und 20 Schwarz-weiß-Abbildungen, Format: 21,5 x 27 cm, 35 Euro. Jovis Verlag, Berlin.
Die Idee wurde schon vor Jahren geboren. Als der Künstler und bekannte Ausstellungsmacher Harald Szeemann 1972 zur "documenta 5" die Psychiatriezelle des "geisteskranken" Malers Adolf Wölfli nachbauen ließ, waren viele junge Künstler wie elektrisiert. Und setzten sich mit der Begrifflichkeit und Einordnung der Kunst behinderter Menschen auseinander. Auch die Gründer des "Atelier Goldstein" - allen voran Christiane Cuticchio. Das Ergebnis ihrer Überlegungen war ernüchternd. Die Unfähigkeit der Öffentlichkeit, mit solchem "Anderssein" umzugehen, war - und ist immer noch - erschreckend. Man wollte Abhilfe schaffen und ausgewählten Künstlern mit ihren naturgegebenen Defiziten Unterstützung und Hilfe bieten. 2001 war es endlich soweit.

"Hier kann nicht mehr einfach von Behinderung gesprochen werden"

Nach vielen mühsamen Gesprächen war es gelungen, den Geschäftsführer der Frankfurter Lebenshilfe e. V., Günter Bausewein, von der einmaligen Idee zu überzeugen, sich finanziell am "Atelier Goldstein" zu beteiligen. "Das, was im Atelier Goldstein als Kunstprojekt begann, ist durch die Beobachtung der Arbeitsweisen der Künstler zu einer Infragestellung des Begriffs Behinderung geworden", sagt Christiane Cuticchio. "Mit guten Gewissen kann hier nicht mehr einfach von Behinderung gesprochen werden."

Wer lernt hier von wem?

Das "Atelier Goldstein" ist definitiv keine therapeutische Einrichtung, in der Menschen mit Behinderung "beschäftigt" werden. Wer das glaubt, hat nichts verstanden.

Kunstprojekt "Atelier Goldstein": Haus der bezaubernden Talente - Kultur | STERN.DE

Selbstbestimmt! | MDR.DE

Diesmal stellt Selbstbestimmt faszinierende Menschen vor. Der Australier Nick Vujicic kam ohne Arme und Beine auf die Welt und trotzdem treibt er Sport und motiviert mit Seminaren. Außerdem: Legastheniker als Legasthenie-Coach, gefragte Künstlerin mit Downsyndrom u.v.m.
Selbstbestimmt! | MDR.DE

Deutscher Bundestag: Anhörung zur Umsetzung der Rechte von Behinderten

Anhörung zur Umsetzung der Rechte von Behinderten


Der Ausschuss für Arbeit und Soziales unter Vorsitz von Katja Kipping (Die Linke) befasst sich am Montag, 17. Oktober 2011, in einer öffentlichen Anhörung mit dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Die Sitzung beginnt um 14 Uhr im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses in Berlin und soll bis gegen 16 Uhr dauern.


Inklusion als zentraler Leitgedanke

Mit dem Nationalen Aktionsplan stößt die Bundesregierung nach eigener Aussage einen Prozess an, "der in den kommenden zehn Jahren nicht nur das Leben von Menschen mit Behinderungen maßgeblich beeinflussen wird, sondern das aller Menschen in Deutschland". Denn die Idee der Inklusion, zentraler Leitgedanke der Behindertenrechtskonvention, "wird unsere Alltagskultur verändern". Deutschland wolle "inklusiv werden".
Inklusion bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Menschen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam in allen Lebensbereichen selbstbestimmt leben und zusammenleben. "Auf Basis des Grundsatzes gleichberechtigter Teilhabe werden für Menschen mit Behinderungen die gleiche Qualität und der gleiche Standard in den jeweiligen Lebensbereichen erwartet, der auch für Menschen ohne Behinderungen gilt", heißt es im Aktionsplan.

"Lücken zwischen Gesetzeslage und Praxis schließen"

Dabei gehe es um gleichberechtigte Teilhabe am politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben, um Chancengleichheit in der Bildung, um berufliche Integration und um die Aufgabe, allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit für einen selbstbestimmten Platz in einer barrierefreien Gesellschaft zu geben.
Die Regierung betont, der Aktionsplan sei eine Maßnahmenpaket, aber kein Gesetzespaket. Es gehe darum, in den nächsten zehn Jahren Lücken zwischen Gesetzeslage und Praxis zu schließen.

Internet-Plattform und Behindertenbericht

Auf einer Internet-Plattform sollen beispielgebende Aktivitäten dokumentiert und dadurch in Lernen voneinander ermöglicht werden.
Auch sollen Inklusionsfortschritte messbar werden. Die Grundlagen dafür werde künftig der neue Behindertenbericht der Bundesregierung liefern, heißt es weiter. (vom)
Zeit: Montag, 17. Oktober 2011, 14 bis 16 Uhr
Ort: Berlin, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Anhörungssaal 3.101
Interessierte Besucher können sich beim Sekretariat des Ausschusses (Telefon: 030/227-32487, Fax: 030/227-36030, E-Mail: arbeitundsoziales@bundestag.de) unter Angabe des Vor- und Zunamens sowie des Geburtsdatums anmelden. Zur Sitzung muss ein Personaldokument mitgebracht werden.
Bild- und Tonberichterstatter können sich beim Pressereferat (Telefon: 030/227-32929 oder 32924) anmelden.


Weitere Informationen


Deutscher Bundestag: Anhörung zur Umsetzung der Rechte von Behinderten

Baaske will Ausbau der Pflegestützpunkte - Nachrichten Newsticker - dpa_nt - regioline_nt - berlinbrandenburg_nt - WELT ONLINE

Baaske will Ausbau der Pflegestützpunkte

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Sozialminister Günter Baaske (SPD) hat den Pflegestützpunkten im Land eine «gute und außerordentlich engagierte Arbeit» bescheinigt. Er sprach sich außerdem für einen Ausbau der Stützpunkte aus, um «allen Versicherten eine wohnortnahe Beratung, Versorgung und Betreuung» zu ermöglichen. Das erklärte er in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Der Vorsitzende und pflegepolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Andreas Büttner, sprach sich unterdessen gegen einen Ausbau aus.
Baaske bezog sich in seiner Einschätzung auf eine Untersuchung von Pflegestützpunkten durch eine Consulting-Firma und die Stiftung Warentest. Die Consulting-Firma hatte ab Herbst 2010 die Pflegestützpunkte in Schwedt (Uckermark), Potsdam und Oranienburg (Oberhavel) untersucht. Die Auswertung habe gezeigt, dass die Ratsuchenden mit dem Angebot sehr zufrieden seien, heißt es am Ende des Berichts. Als besonders positiv wurde das hohe persönliche Engagement der Beraterinnen gewertet.
Die Untersuchung zeigte den Angaben zufolge aber auch deutlich, dass die «bisherigen Beratungsangebote noch keine optimale Beratung gewährleisten und die Zielgruppe nicht ausreichend und flächendeckend erreicht wurde». Deshalb werde ein Ausbau empfohlen. Die Stiftung Warentest hatte im Herbst einen bundesweiten Vergleich von Pflegestützpunkten veröffentlicht. Erkner (Oder-Spree) erreichte dort mit der Note 2,5 den drittbesten Platz.
Büttner kritisierte, dass ein «qualitativer Mehrwert» mit Hilfe der Arbeit der Pflegestützpunkte weder in der Beratung noch in der Betreuung der Betroffenen erkennbar sei. «Durch die Errichtung weiterer Pflegestützpunkte wird lediglich ein teures doppeltes Beratungsnetz gespannt, welches bereits bestehende Anlaufpunkte zunehmend ins Abseits stellt», meinte er.

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Gesetz zur schulischen Inklusion muss dringend nachgebessert werden - bildungsklick.de

Bayern

Gesetz zur schulischen Inklusion muss dringend nachgebessert werden


München, 29.07.2011 -
Zum 1. August 2011 tritt das neue Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz in Kraft. Künftig können behinderte Kinder ohne die bisher erforderliche "aktive Teilnahme am Unterricht" an der allgemeinen Schule unterrichtet werden. Der Bayerische Elternverband begrüßt das Gesetz als ersten Schritt in die richtige Richtung. Er kritisiert jedoch, dass das in Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention proklamierte Menschenrecht auf inklusive Bildung nicht ins BayEUG eingegangen ist: Der Rechtsanspruch auf einen Platz in der allgemeinen Schule fehle nach wie vor. Damit bleibe die Zuweisung von Mitteln im Belieben des Finanzministers. Ohne die in der Behindertenrechtskonvention geforderten personellen und finanziellen "angemessenen Vorkehrungen" sei inklusive Bildung jedoch qualitativ nicht abzusichern.
"Auch das gegliederte bayerische Schulsystem steht der Inklusion im Wege", sagt die stellvertretende Vorsitzende des BEV, Henrike Paede. "nach dem Wortlaut des neuen Gesetzes ist Inklusion zwar Aufgabe aller Schulen und Schularten. Da aber die Zugangsvoraussetzungen zu weiterführenden Schule erhalten bleiben, wird Inklusion de facto nur in der Grund- und Hauptschule bzw. Mittelschule stattfinden."
Der BEV vermisst einen Plan für die zeitliche und finanzielle Realisierung der inklusiven Bildung. Er fordert zugleich, in den Förderschulen mit den Schwerpunkten Lernen, Sprache und Verhalten keine neuen Klassen mehr zu bilden und Kinder mit dem entsprechenden Förderbedarf sofort in die wohnortnahe allgemeine Schule zu schicken. Der parallele Erhalt der Förderschulen sei zwar für eine Übergangzeit akzeptabel. Auf lange Sicht müssten Förderschulen jedoch in reine Kompetenzzentren ohne Schüler umgewandelt werden. Während dieser Übergangszeit müsste die Eltern völlig frei entscheiden, welche Schule ihr Kind besuchen soll. "Wir verstehen das neue Schulgesetz als einen allerersten kleinen Schritt in Richtung Inklusion", sagt Henrike Paede. "Es muss jedoch so bald wie möglich nachgebessert werden."
Eine ausführliche Stellungnahme des BEV zur Neufassung des BayEUG finden Sie auf der BEV-Website unter bayerischer-elternverband.blogspot.com/2011/06/inklusion-in-bayern.html

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Gesetz zur schulischen Inklusion muss dringend nachgebessert werden - bildungsklick.de

Das Gutachten im Betreuungsverfahren | rechtliches Gehör, Gutachten, Betreuung | Rechtslupe

Das Gutachten im Betreuungsverfahren


29. Juli 2011 | Familienrecht
Sieht das Betreuungsgericht von der vollständigen schriftlichen Bekanntgabe eines Gutachtens an den Betroffenen ab, weil zu besorgen ist, dass die Bekanntgabe die Gesundheit des Betroffenen schädigen oder zumindest ernsthaft gefährden werde, muss ein Verfahrenspfleger bestellt, diesem das Gutachten übergeben werden und die Erwartung gerechtfertigt sein, dass der Verfahrenspfleger mit dem Betroffenen über das Gutachten spricht1.
Zwar kann von der vollständigen schriftlichen Bekanntgabe eines Gutachtens abgesehen werden, wenn zu besorgen ist, die Bekanntgabe werde die Gesundheit des Betroffenen schädigen oder zumindest ernsthaft gefährden. In einem solchen Fall muss jedoch ein Verfahrenspfleger bestellt werden, diesem das Gutachten übergeben werden und die Erwartung gerechtfertigt sein, dass der Verfahrenspfleger mit dem Betroffenen über das Gutachten spricht ((BGH, Beschluss vom 11.08.2010 – XII ZB 138/10, BtPrax 2010, 278 mwN). Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Betroffene nicht anwaltlich vertreten ist.
Im vorliegenden Verfahren war für den anwaltlich nicht vertretenen Betroffenen kein Verfahrenspfleger bestellt. Dem angefochtenen Beschluss sind mithin Tatsachen zugrunde gelegt worden, zu denen der Betroffene sich – mangels Kenntnis – weder selbst noch durch einen Verfahrenspfleger oder Verfahrensbevollmächtigten äußern konnte.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 8. Juni 2011 – XII ZB 43/11

Das Gutachten im Betreuungsverfahren | rechtliches Gehör, Gutachten, Betreuung | Rechtslupe

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 12 - Gleiche Anerkennung vor dem Recht


(1) Die Vertragsstaaten bekräftigen, dass Menschen mit Behinderungen das Recht haben, überall als Rechtssubjekt anerkannt zu werden.
(2) Die Vertragsstaaten anerkennen, dass Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen gleichberechtigt mit anderen Rechts- und Handlungsfähigkeit genießen.
(3) Die Vertragsstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen Zugang zu der Unterstützung zu verschaffen, die sie bei der Ausübung ihrer Rechts- und Handlungsfähigkeit gegebenenfalls benötigen.
(4) Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass zu allen die Ausübung der Rechts- und Handlungsfähigkeit betreffenden Maßnahmen im Einklang mit den internationalen Menschenrechtsnormen geeignete und wirksame Sicherungen vorgesehen werden, um Missbräuche zu verhindern. Diese Sicherungen müssen gewährleisten, dass bei den Maßnahmen betreffend die Ausübung der Rechts- und Handlungsfähigkeit die Rechte, der Wille und die Präferenzen der betreffenden Person geachtet werden, es nicht zu Interessenkonflikten und missbräuchlicher Einflussnahme kommt, dass die Maßnahmen verhältnismäßig und auf die Umstände der Person zugeschnitten sind, dass sie von möglichst kurzer Dauer sind und dass sie einer regelmäßigen Überprüfung durch eine zuständige, unabhängige und unparteiische Behörde oder gerichtliche Stelle unterliegen. Die Sicherungen müssen im Hinblick auf das Ausmaß, in dem diese Maßnahmen die Rechte und Interessen der Person berühren, verhältnismäßig sein.
(5) Vorbehaltlich dieses Artikels treffen die Vertragsstaaten alle geeigneten und wirksamen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen das gleiche Recht wie andere haben, Eigentum zu besitzen oder zu erben, ihre finanziellen Angelegenheiten selbst zu regeln und gleichen Zugang zu Bankdarlehen, Hypotheken und anderen Finanzkrediten zu haben, und gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen nicht willkürlich ihr Eigentum entzogen wird.
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Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 13 - Zugang zur Justiz

(1) Die Vertragsstaaten gewährleisten Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen wirksamen Zugang zur Justiz, unter anderem durch verfahrensbezogene und altersgemäße Vorkehrungen, um ihre wirksame unmittelbare und mittelbare Teilnahme, einschließlich als Zeugen und Zeuginnen, an allen Gerichtsverfahren, auch in der Ermittlungsphase und in anderen Vorverfahrensphasen, zu erleichtern.
(2) Um zur Gewährleistung des wirksamen Zugangs von Menschen mit Behinderungen zur Justiz beizutragen, fördern die Vertragsstaaten geeignete Schulungen für die im Justizwesen tätigen Personen, einschließlich des Personals von Polizei und Strafvollzug.
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Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 5 - Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung

(1) Die Vertragsstaaten anerkennen, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, vom Gesetz
gleich zu behandeln sind und ohne Diskriminierung Anspruch auf gleichen Schutz durch das
Gesetz und gleiche Vorteile durch das Gesetz haben.
(2) Die Vertragsstaaten verbieten jede Diskriminierung aufgrund von Behinderung und
garantieren Menschen mit Behinderungen gleichen und wirksamen rechtlichen Schutz vor
Diskriminierung, gleichviel aus welchen Gründen.
(3) Zur Förderung der Gleichberechtigung und zur Beseitigung von Diskriminierung unternehmen die Vertragsstaaten alle geeigneten Schritte, um die Bereitstellung angemessener Vorkehrungen zu gewährleisten.
(4) Besondere Maßnahmen, die zur Beschleunigung oder Herbeiführung der tatsächlichen Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen erforderlich sind, gelten nicht als Diskriminierung im Sinne dieses Übereinkommens.

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Kultusminister Roland Wöller setzt Expertengremium Inklusion ein - bildungsklick.de

Sachsen

Kultusminister Roland Wöller setzt Expertengremium Inklusion ein

Dr. Hans Geisler, Sächsischer Sozialminister a. D., übernimmt Vorsitz - Das Expertengremium wird Empfehlungen erarbeiten, wie die UN-Behindertenrechtskonvention in Sachsen mit allen Beteiligten weiter umgesetzt werden kann.


Dresden, 29.07.2011 -
"Inklusion beginnt in unserem Kopf. Sie kommt nicht von allein, sondern braucht besonders in der Schule unser aller Zutun. Jedes Kind ist anders, hat andere Wünsche, Erwartungen und Ängste, andere Fähigkeiten und Fertigkeiten. Nur mit allen Betroffenen und Verantwortlichen, also mit den Kindern, Eltern, Lehrern und Erziehern können wir die individuelle Förderung von Schülern mit Behinderungen Schritt um Schritt weiter verbessern", betont Kultusminister Roland Wöller.
"Wir brauchen das Wissen der Profis und die Erfahrungen der Betroffenen, um die besten Lösungen zu finden. Durch dieses Gremium werden sie deshalb an einen Tisch geholt: Eltern, Pädagogen, Wissenschaftler, Behindertenverbände, die kommunale Ebene und Vertreter der Wirtschaft."
Dr. Hans Geisler, Sächsischer Staatsminister für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie a. D., wird die Leitung des Expertengremiums übernehmen.
"Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Anliegen der UN-Behindertenrechtskonvention nachhaltig in unser aller Leben aufzunehmen. Menschen mit Behinderungen müssen selbstverständlich gleichwertig mit ihren Fähigkeiten in unserer Gesellschaft leben, lernen und arbeiten und dazu kann Schule schon früh einen wichtigen Beitrag leisten," sagte Geisler. "Etwa 30 Verbände, Interessenvertretungen, Institutionen und Einzelpersonen sind bereits angeschrieben und zur Mitarbeit eingeladen worden."
Die konstituierende Sitzung des Expertengremiums findet am 25. August 2011 im Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport statt.
Geplant sind zunächst etwa sechs Beratungstermine, davon drei noch im Jahr 2011. Das Expertengremium ist inhaltlich unabhängig. Die Themenschwerpunkte werden ab der ersten Sitzung erarbeitet.
Kultusminister Wöller hatte Mitte Mai 2011 Eckpunkte vorgestellt, wie die UN-Konvention in Sachsen schrittweise umgesetzt werden wird.
Die Einrichtung des Expertengremiums gehörte dabei zu den wesentlichen Punkten. Weiterhin im Mittelpunkt stehen:
  1. Weitere Verbesserung der Förderschul-Diagnostik: Ausbau der individuelle Förderung in allen Kitas und Schulen, um dem Entstehen von sonderpädagogischem Förderbedarf schon vor der Einschulung stärker entgegenzuwirken. Auch hier gilt: Auf den Anfang kommt es an. Das ist der Ansatzpunkt, um schon frühzeitig z. B. Auffälligkeiten in der emotional-sozialen Entwicklung oder im Lernverhalten bei Kindern zu entdecken und gegensteuern zu können. Hier wird auf die individuelle Förderung der Kinder bereits im frühkindlichen Bereich gesetzt und die Kooperationen zwischen den Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und Sonderpädagogen werden verstärkt.
  2. Gemeinsamer Schulbesuch wird ausgebaut: Kinder mit und ohne Behinderung sollen in Zukunft noch öfter gemeinsam an einer Schule lernen. Dazu werden Partnerklassen an den Regelschulen weiter ausgebaut. Außerdem können so auch gemeinsame Projektwochen, Sportveranstaltungen oder Ausflüge gestaltet werden und natürlich auch die Ganztagsangebote genutzt werden. Die stärkere Kooperation mit Förderschulen gilt auch für die Beruflichen Schulzentren.
  3. Lernzieldifferente Integration in der Sekundarstufe I: In der Sekundarstufe I werden im nächsten Jahr weitere Schritte in Richtung einer lernzieldifferenten Integration getan. Umsetzbar ist dies nur mit allen Beteiligten direkt an den Schulen, denn Integration kann nur von unten wachsen, um so ein fester Bestandteil des alltäglichen Miteinanders zu sein. Die beteiligten Schulen sollen das Recht erhalten, sich als Schulen mit dem besonderen Profil "Inklusion" zu bezeichnen. Die Schulen werden fachlich und wissenschaftlich begleitet, um aus den Ergebnissen und Erfahrungen zu lernen und Verbesserungen möglich zu machen.
"Die genannten Maßnahmen sind weitere Schritte auf dem Weg der Inklusion. Doch eines ist ganz klar: Jedes Kind hat ganz individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. In Sachsen werden wir allen Kindern, ob mit oder ohne Behinderung, Chancen für ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Dazu werden wir auch weiterhin die Förderschulen brauchen," stellte Kultusminister Roland Wöller klar. "Das Wissen und die Erfahrung der Pädagogen ist unverzichtbar."

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Stellungnahme des Paritätischen Gesamtverbandes zum Entwurf eines ersten Staatenberichts der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskon

26.07.2011
UN-Behindertenrechtskonvention

Stellungnahme des Paritätischen Gesamtverbandes zum Entwurf eines ersten Staatenberichts der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Die Bundesregierung ist nach Art. 35 Abs. 1 der UN Behindertenrechtskovention verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren nach innerstaatlichem Inkrafttreten dem Generalsekretär der Vereinten Nationen einen Bericht über die Maßnahmen vorzulegen, die von Bund und Ländern zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus dem Übereinkommen getroffen wurden. Der Entwurf eines ersten Staatenberichts zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde von der Bundesregierung mit Datum vom 20. Juni 2011 vorgelegt und soll am 3. August 2011 vom Bundeskabinett verabschiedet werden.
Den Verbänden wurde die Möglichkeit eingeräumt, zu diesem Bericht Stellung zu nehmen. Mit Blick auf die enge Terminsetzung hat der Paritätische nur zu ausgewählten Artikeln (Artikel 4 Allgemeine Verpflichtung, Artikel 9 Zugänglichkeit, Artikel 19 Unabhängige Lebensführung, Artikel 27 Arbeit und Beschäftigung) Stellung genommen. Dem vorgelegten Entwurf für einen ersten Staatenbericht gebührt jedoch eine umfassendere fachliche Auseinandersetzung des Verbandes. Diese wird in den nächsten Monaten zu führen sein und voraussichtlich in eine gemeinsame Parallelberichterstattung der Verbände der Zivilgesellschaft einmünden.
Als Anlagen beigefügt sind der Entwurf des Staatenberichts und die Stellungnahme des Paritätischen Gesamtverbandes mit der dazugehörigen Anlage.
Anlagen

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Der Paritätische SH | Aktuelles

Häusliche Pflege Online - Aktuelle Nachrichten

Versorgung von Krebspatienten: Patientenkongress thematisiert Mangelernährung

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30.07.2011
Berlin. Krebspatienten leiden oft an krankheitsbedingter Mangelernährung. Auf dem Patientenkongress des Patientenbeirats der Deutschen Krebshilfe werden Krebspatienten, Angehörige und Interessierte mit Experten, Vertretern der Selbsthilfe und Ansprechpartnern der regionalen Beratungsstellen zusammenkommen, um sich über die aktuelle Versorgungssituation von Krebspatienten auszutauschen. Der Kongress findet am 17. September 2011 in Dresden statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hilfreich ist, die Patienten regelmäßig zu wiegen, um die Gewichtveränderung systematisch zu erfassen. In der Regel lässt sich der ungewollte Gewichtsverlust mit einfachen Mitteln verhindern oder rückgängig machen, wenn er frühzeitig erkannt wird. Ein schlechter Ernährungszustand erhöht das Risiko für einen ungünstigen Verlauf der Krebserkrankung.

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Harvard Expert Ties Mental Illness "Epidemic" To Big Pharma's Agenda Since 1980s | The Daily Feed | Minyanville.com

Harvard Expert Ties Mental Illness "Epidemic" to Big Pharma's Agenda Since 1980s


CAPITALISM AT WORK
DailyFeed For any mental illness or passing mood swing that may trouble a person, the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders -- better known as the DSM -- has a label and a code. Recurring bad dreams? That may be a Nightmare Disorder, or 307.47. Narcolepsy uses the same digits in a different order: 347.00. Fancy feather ticklers? That sounds like Fetishism, or 302.81. Then there's the ultimate catch-all for vague sadness or uneasiness, General Anxiety Disorder, or 300.02. That's a label almost everyone can lay claim to.

These codes are used by doctors, psychologists, and regulators to maintain a mutual language; it's a handy shorthand system for bureaucratic purposes. But over the past few decades, the staggering, ever-expanding influence of the ever-expanding DSM, which is published by the American Psychiatric Association, has also played a lead role in building wealth and off-label product uses for the major drug manufacturers. In an insightful essay in this week's New York Review of Books, Marcia Angell, a senior lecturer in social medicine at Harvard Medical School and former Editor in Chief of The New England Journal of Medicine, explains how.
Harvard Expert Ties Mental Illness "Epidemic" To Big Pharma's Agenda Since 1980s | The Daily Feed | Minyanville.com

2011-07-29

Pflegeheime: Seinen Arbeitgeber anzuzeigen muss kein Entlassungsgrund sein -Daheim statt Heim e. V. -

Pflegeheime: Seinen Arbeitgeber anzuzeigen muss kein Entlassungsgrund sein


Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in einem Aufsehen erregenden Urteil entschieden: Ein Arbeitgeber darf seine Mitarbeiterin nicht fristlos entlassen, weil diese Mißstände anprangert und Anzeige erstattet, weil das Unternehmen diese Missstände nicht abstellt.

Straßburg, Juli 2011. Geklagt hatte eine Pflegekraft, die bei der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH beschäftigt war. Mehrfach hatte sie darauf hingewiesen, dass in dem Altenheim, in dem sie arbeitete, drastische Pflegemängel durch Überlastung der Mitarbeiter vorliegen. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung bestätigte die Missstände, die Geschäftsleitung wies die Vorwürfe zurück.
Die Pflegerin erstattete Strafanzeige wegen Betrugs gegen die GmbH. Der Grund: Das Unternehmen leiste wissentlich nicht die in ihrer Werbung versprochene hochwertige Pflege, erbringe also nicht die bezahlten Dienstleistungen und gefährde die Patienten. Auch habe der Konzern systematisch versucht, die Probleme zu verschleiern, indem Pflegekräfte dazu angehalten worden seien, Leistungen zu dokumentieren, die so nicht erbracht worden seien. Der Pflegerin wurde fristlos gekündigt. Die Arbeitsgerichte in Deutschland sahen das als rechtens an, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte nicht.
Besonders interessant an dem Fall ist die Urteilsbegründung. Ihre drei wichtigsten Argumente: Erstens bestehe ein öffentliches Interesse an Informationen über die in Rede stehenden Mängel, und dieses Interesse sei höher zu bewerten als das Interesse des Unternehmens am Schutz seiner Geschäftsinteressen. Zweitens widerspreche die fristlose Kündigung dem Recht auf freie Meinungsäußerung, das in der Europäischen Menschenrechtskonvention festgeschrieben ist. Drittens schließlich habe die Kündigung eine abschreckende Wirkung auf andere Mitarbeiter des Unternehmens und deren Bereitschaft gehabt, ihrerseits auf Mängel hinzuweisen.
Die Bundesrepublik Deutschland wurde dazu verurteilt, der Altenpflegerin 10.000 Euro für den immateriellen Schaden und 5.000 Euro für die Erstattung der Kosten zu bezahlen. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

Daheim statt Heim e. V. - Thema Detailseite

Beauftragter für die Behinderten - Höchstadt - nordbayern.de

Beauftragter für die Behinderten

Stadt Herzogenaurach schreibt ehrenamtliche Stelle aus - 27.07.11

HERZOGENAURACH - Barrierefreiheit und damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft ist ein großes Thema. Die Stadt Herzogenaurach tut da — was beispielsweise die behindertengerechte Ausstattung der städtischen Gebäude angeht — schon einiges. Nun hat sich der Kulturausschuss auch einstimmig dafür ausgesprochen, einen ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten zu installieren.
Extra Behindertenbeauftragte gibt es schon in Weisendorf, Heßdorf, Adelsdorf und Röttenbach. „Sonst sind da auf der Landkarte nur weiße Flecken“, sagt der Behindertenbeauftragte für den Landkreis, Jürgen Ganzmann. Er ist für diesen Tagesordnungspunkt zum Kulturausschuss eingeladen, ebenso wie der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Michael Baltz.

Den „weißen Fleck“ will Bürgermeister German Hacker nicht ganz stehenlassen. „In Herzogenaurach passiert in dieser Hinsicht schon ganz viel“, betont er. Dennoch befürwortet er einen Behindertenbeauftragten — und bekommt Rückendeckung von allen Fraktionen.

Sarah Litz von den Grünen freut sich besonders, dass sich in der Frage eines Behindertenbeauftragten nun endlich etwas tut. Der Vorschlag, eine solche Stelle zu schaffen, war nämlich von ihrer Fraktion gekommen. Sie rät jedoch dazu, bei allen Entscheidungen um Barrierefreiheit immer auch die Betroffenen mit einzubeziehen.

Auch Curd Blank (SPD) hält es für sinnvoll, wenn es einen Fachmann gibt, der eine Brücke zwischen der Stadt und den Menschen mit Behinderung baut. Dem stimmt Renate Frötsch von der CSU vollkommen zu. Gotthard Lohmaier (SPD) geht sogar noch einen Schritt weiter und meint, man müsse Barrierefreiheit nicht nur unterstützen, sondern forcieren. Dies ziele vor allem auf Geschäfte und Gaststätten ab, in deren eigenem Interesse es ja liegen sollte, auch Behinderte als Kunden zu gewinnen.

Oft nur Kleinigkeiten

So viel positive Rückmeldung freut freilich den Landkreis-Behindertenbeauftragten: „Das ist ein Riesenschritt in die richtige Richtung.“ Er macht anschaulich deutlich: „Für 40 Prozent der Bevölkerung ist Barrierefreiheit notwendig, für den Rest ist es ein Komfortgewinn.“ Dabei seien es oft nur Kleinigkeiten, die nichts kosten und leicht umzusetzen seien. Ein Beispiel: Fahrpläne an Bushaltestellen einfach etwas tiefer hängen (für Rollstuhlfahrer) und etwas größer kopieren (für Sehbehinderte).

Kurz skizziert Ganzmann, welche Aufgaben ein ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter haben könnte:
Beauftragter für die Behinderten - Höchstadt - nordbayern.de

„Wir betreuen nicht, wir begleiten“

„Wir betreuen nicht, wir begleiten“

Die Arbeiterwohlfahrt Rostock will mit einem Ex-In-Kurs neue Jobs schaffen. Wichtigste Voraussetzung sind Erfahrungen als Patient in der Psychiatrie. Das europaweite Projekt "Ex-In" will Fachkräften in der Psychiatrie und Gemeindepsychiatrie – Psychiatern, Psychologen, Sozialarbeitern, Ergotherapeuten usw. – in deren Arbeit Menschen zur Seite stellen, die mit ihrer psychischen Erkrankung umgehen können. Frank schlößer sprach mit Anne Hoffmann, Dozentin und Trainerin bei "Ex-In".
das-ist-rostock.de: Anne Hoffmann, was bedeutet Ex-In und was steckt dahinter?

Anne Hoffmann: Ex-In ist die Abkürzung für "Experienced Involvement" und bedeutet "Beteiligung der Erfahrung". Die Bewegung kam um 2005 herum aus Kanada und den USA, danach entwickelten einige EU-Länder eigene Programme. Seit 2007 breitet Ex-In sich auch in den großen Städten Deutschlands aus. Ziel ist, die Erfahrungen von Leuten, die die Psychiatrie als Patienten oder Angehörigen von Patienten kennengelernt haben, nutzbar zu machen.


„Wir betreuen nicht, wir begleiten“

Behinderte sollen besser gefördert werden | MDR.DE

Expertengremium in Sachsen eingesetzt Behinderte sollen besser gefördert werden

Über die Förderung behinderter Schüler in Sachsen soll künftig ein unabhängiges Expertengremium beraten. Wie das Kultusministerium mitteilte, sollen darin Eltern, Lehrer, Wissenschaftler, Behindertenverbände sowie Kommunen und Wirtschaft vertreten sein. Das Gremium soll Empfehlungen erarbeiten, wie in Sachsen die UN-Behindertenrechtskonvention weiter umgesetzt werden kann. Den Vorsitz übernimmt der ehemalige sächsische Sozialminister Hans Geisler.

Behinderte und Nichtbehinderte sollen mehr gemeinsam lernen

Rollstuhlfahrerin öffnet Tür
Viele Schulen in Sachsen sind nicht behindertengerecht.
Die Einrichtung des Expertengremiums ist Teil eines Programms zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention, das Kultusminister Roland Wöller bereits im Mai vorgestellt hatte. Es sieht unter anderem vor, dass behinderte und nichtbehinderte Kinder häufiger gemeinsam lernen sollen. Dafür müssen Schulprojekte ausgebaut werden, damit das gemeinsame Lernen trotz unterschiedlicher Lehrpläne möglich ist.

Das seit März 2009 geltende Übereinkommen der Vereinten Nationen garantiert Behinderten die gleichen Chancen wie Nichtbehinderten. Die Oppositionsparteien kritisieren seit Monaten die aus ihrer Sicht unzureichende Umsetzung der Konvention unter anderem an den Schulen in Sachsen.

Behinderte sollen besser gefördert werden | MDR.DE

Menschen eine echte Chance geben > Kleine Zeitung

Menschen eine echte Chance geben

Trotz vereinfachten Kündigungsschutzes finden im Bezirk nicht mehr Menschen mit Beeinträchtigung einen Job. Es gibt aber Ausnahmen.
Gedore (im Bild Geschäftsführer Hermann Steinhöfler) zeigt soziales Engagement
Foto © BreitlerGedore (im Bild Geschäftsführer Hermann Steinhöfler) zeigt soziales Engagement
Um Menschen mit Beeinträchtigung den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, wurde Anfang des Jahres der Kündigungsschutz für begünstigte Behinderte verlängert: Von nun an gilt dieser erst vier Jahre nach der Einstellung, bisher trat der Schutz bereits nach sechs Monaten in Kraft. "Das hat sich aber nur bedingt bewährt", sagt Helmut Römer von der Joballianz, einem Teilbereich der Arbeitsvermittlung Oststeiermark (siehe Interview).
Denn auch ein halbes Jahr nach der Reform sei die Vermittlungszahl von Menschen mit Beeinträchtigung etwa gleich. "Pro Jahr betreut die Arbeitsvermittlung 1000 Menschen. Rund 220 finden finden dabei einen Arbeitsplatz", sagt Römer - in den unterschiedlichsten Sparten.
Ein Unternehmen, das sich seit Jahren bei der Integration von Menschen mit Beeinträchtigung verdient gemacht hat, ist der Werkzeughersteller Gedore in Birkfeld. "Rund zehn Prozent unserer 113 Mitarbeiter haben eine Beeinträchtigung - entweder psychisch oder körperlich", sagt Geschäftsführer Hermann Steinhöfler. Er sieht darin nichts Besonderes. "Bei der Anstellung eines Mitarbeiters weiß man ja um die Art der Behinderung. Probleme mit dem Gehen oder Stehen etwa sind kein Problem, wenn man nur am Bildschirm arbeitet." Sogar bei der geplanten Betriebsvergrößerung achte Gedore auf Mitarbeiter mit Behinderung. "Wir investieren bis 2014 drei bis vier Millionen Euro", sagt Steinhöfler, "dabei bedenken wir behindertengerechte Plätze mit."

Menschen eine echte Chance geben > Kleine Zeitung

Gleiche Unterstützung für alle - Wochenspiegel

Gleiche Unterstützung für alle

Lebenshilfe-Verband:

Region (WS). Seit der jüngsten Hartz-IV-Reform können nicht erwerbsfähige Menschen mit Behinderungen, die im Haushalt ihrer Eltern leben, auch weiterhin nur mit verminderten staatlichen Hilfszahlungen rechnen. Das geht aus einer aktuellen Stellungnahme des Bundesarbeitsministeriums hervor. Trotz ausdrücklicher Aufforderung im Rahmen der vor fünf Monaten verabschiedeten Reform sieht die Bundesregierung keine Veranlassung zu zügigen Nachbesserungen. Menschen mit Behinderungen ab dem 25. Lebensjahr ohne eigenen Haushalt erhalten nur noch 80 Prozent des vollen Regelsatzes von 364 Euro. Das sind 291 Euro, also 73 Euro weniger. Nicht behinderte Hartz-IV-Empfänger über 25 Jahre, die noch bei ihren Eltern leben, bekommen dagegen weiter den vollen Satz gezahlt.
Wochenspiegel

Chinesische Kampfkunst für mehr Selbstvertrauen

29.07.2011

Chinesische Kampfkunst für mehr Selbstvertrauen

„Gemeinsam Stark“ – das ist nicht nur das Motto, sondern auch der Name der Selbsthilfegruppe von Eltern mit körperlich und geistig behinderten Kindern der Familienbande Kamen.
„Das Ausgrenzen von Behinderten ist immer noch ein großes Thema“, sagt Kathrin Sonnenburg. Sie denkt dabei nicht nur an Erwachsene, sondern besonders an ihren Sohn Alessandro.
Behinderte Kinder werden nicht nur von anderen Kindern ausgeschlossen, auch von fremden Erwachsenen hört man immer wieder die Frage: „Was hat denn das Kind da?“, stellen die Mütter enttäuscht fest.
Um bei solchen Fragen ruhig zu bleiben und sie einfach an sich abprallen zu lassen, hat das Familiennetzwerk Familienbande Kamen e.V. nun ein Projekt gestartet. Von Mittwoch bis Montag treffen sich elf Kinder mit dem Alkaya-Wing-Chun- Trainer Siggi Gerlach im Kursraum an der Bahnhofstraße. Nicht alle Teilnehmer sind behindert, manche haben auch ihre Geschwister mitgebracht oder einen guten Freund.

Hellweger Anzeiger | Chinesische Kampfkunst für mehr Selbstvertrauen

Behinderte protestieren erfolgreich gegen Kürzungen - Region&Bayern - nordbayern.de

Behinderte protestieren erfolgreich gegen Kürzungen

Rund 500 Betroffene demonstrierten in Ansbach — Sparkonzept des Bezirks Mittelfranken geschrumpft - vor 11 Stunden

ANSBACH - Begleitet vom lautstarken Protest Hunderter von Behinderten haben die mittelfränkischen Bezirksräte in Ansbach über die Kürzungspläne für den Haushalt beraten. Von dem ursprünglichen 43-Punkte-Sparprogramm, das die Verwaltung vor einer Woche aufgestellt hatte, ist nach stundenlangen Beratungen nicht mehr viel Zählbares übriggeblieben.
Schon Tage vor der Sitzung waren alle großen Sozialverbände gegen die vorgeschlagenen Einschnitte vor allem bei den Eingliederungshilfen für behinderte Menschen Sturm gelaufen. Um die 500 Rollstuhlfahrer, Heimbewohner oder Mitarbeiter von Werkstätten sowie deren Betreuer, aber auch etliche Spitzenvertreter der Wohlfahrtsorganisationen haben dann die Politiker vor dem Bezirksrathaus in Ansbach empfangen.
Ein Rollstuhlfahrer überreicht Präsident Richard Bartsch vor dem Bezirksrathaus in Ansbach eine Rote Karte gegen die Sparpläne. Auch Horst Schmidbauer (rechts), Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Nürnberg, hat an der Demonstration teilgenommen.
Ein Rollstuhlfahrer überreicht Präsident Richard Bartsch vor dem Bezirksrathaus in Ansbach eine Rote Karte gegen die Sparpläne. Auch Horst Schmidbauer (rechts), Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Nürnberg, hat an der Demonstration teilgenommen.
Foto: Michael Kasperowitsch
Die Demonstranten trugen Transparente mit Aufschriften wie „Wir zahlen nicht für eure Krise“, „Kein zurück bei der Umsetzung der UN-Behinderten-Konvention“ oder „Ich will selbstständig bleiben“. Außerdem verteilten sie Rote Karten und versuchten, Bezirksräte in Einzelgesprächen von ihren Anliegen zu überzeugen.
Behinderte protestieren erfolgreich gegen Kürzungen - Region&Bayern - nordbayern.de

2011-07-28

Menschen wie Vieh gehalten' - Teil 1 - Fast 700 Tote in der Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie Brauweiler - NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung

Lokales
Fast 700 Tote in der Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie Brauweiler
"Menschen wie Vieh gehalten" - Teil 1
Von Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Pulheim

"‘Menschen wie Vieh gehalten‘ – Der Skandal um die Schließung der Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie des Landeskrankenhauses Brauweiler 1978“. So lautet der Titel einer Arbeit über die Misshandlung von Psychiatrie-Patienten in Gebäuden der ehemaligen Abtei Brauweiler, für die die SchülerInnen des Leistungskurses Geschichte unter der Leitung ihres Tutors Jens Tanzmann am Pulheimer Geschwister-Scholl-Gymnasium am 18. Juli im Bonner Haus der Geschichte durch NRW-Jugendministerin Ute Schäfer ausgezeichnet wurden. Wir werden diese Arbeit über einen weitgehend unbekannten Teil Kölner Geschichte in den nächsten Ausgaben veröffentlichen.

Gebäude der ehemaligen Abtei Brauweiler –
bis 1978 Ort für Misshandlungen von
Psychiatrie-Patienten
In der damaligen Psychiatrie, deren Gebäude auf dem Gelände der Brauweiler Abtei standen, sind in den Jahren 1970 bis 1978 fast siebenhundert Menschen gestorben – viele von ihnen nachweislich wegen falscher Behandlung oder durch fahrlässiges Verhalten der Ärzte und des Pflegepersonals. Entstanden ist der Bericht der Schülerinnen und Schüler durch intensive Spurensuche in Archiven und durch zahlreiche Interviews mit dem damals ermittelnden Polizeikommissar, einem Lokalhistoriker, Journalisten und politischen Aktivisten der Gruppe SSK, die im Jahre 1969 als „Sozialpädagogische Sondermaßnahmen Köln“ entstand und heute als Sozialistische Selbsthilfe Köln weiter aktiv ist. – Die Redaktion
Einleitung
Von 1970 bis 1978 starben in der Ehrenfriedstraße 17 bis 19, so die damalige Adresse des Landeskrankenhauses Brauweiler, mindestens 698 Menschen.(1) Auf den ersten Blick mag diese Zahl nicht so erschreckend klingen, denn in einem Krankenhaus ist es ja nun einmal üblich, dass Menschen sterben. Doch das Landeskrankenhaus Brauweiler war eben kein normales Krankenhaus sondern eine kleine psychiatrische Einrichtung gewesen – und vor diesem Hintergrund ist die Zahl erschütternd. Insbesondere wenn man den kurzen Zeitraum betrachtet, in dem es zu solch einer Zahl an Todesopfern kam.
Die Vorgänge in der „Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie des Landeskrankenhauses Brauweiler“, so die offizielle Bezeichnung, ließen die Öffentlichkeit aufhorchen und provozierten einen Skandal sondergleichen. Eine wesentliche Triebkraft bei der Initiierung des Skandals war die Sozialistische Selbsthilfe Köln (SSK), die vehement auf die Ereignisse in Pulheim-Brauweiler aufmerksam gemacht hatte.
'Menschen wie Vieh gehalten' - Teil 1 - Fast 700 Tote in der Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie Brauweiler - NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - info@nrhz.de - Tel.: +49 (0)221 22 20 246 - Fax.: +49 (0)221 22 20 247 - ein Projekt gegen den schl

Notfallmappe für Menschen mit Demenz entwickelt | Gesundheit | Pressemitteilung || ddp direct themenportal.de

Notfallmappe für Menschen mit Demenz entwickelt

Bei einer Einweisung ins Krankenhaus kann die Mappe des Paritätischen lebenswichtig sein

(ddp direct) Eine Patientin oder ein Patient ist an Demenz erkrankt, nicht auskunftsfähig. Niemand kennt sie oder ihn, niemand weiß, welche Medikamente regelmäßig eingenommen werden oder ob ein chronisches Leiden vorliegt. Trägt sie/er einen Herzschrittmacher, reagiert die Person allergisch? Fragen, die in der akuten Krise für eine Behandlung wichtig sind. Antworten bietet eine neue Notfallmappe für Menschen mit einer Demenzerkrankung, die der Paritätische Wohlfahrtsverband für den Fall der Einweisung in ein Krankenhaus entwickelt hat. Nach erfolgreicher Testphase in Herdecke wird die Mappe nun auch überregional der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und Betroffenen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Notfallmappe für Menschen mit Demenz entwickelt | Gesundheit | Pressemitteilung || ddp direct themenportal.de

Gehen in Bayern die Uhren anders? -- kobinet

28.07.2011 - 10:36

Gehen in Bayern die Uhren anders?.

München (kobinet) Der Bezirk Mittelfranken will Vorreiter von gravierenden Einsparungen in der Behindertenhilfe werden, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrem Bayernteil. Der mittelfränkische Bezirkstagspräsident Richard Bartsch (CSU) legt heute seine Sparpläne mit 43 Vorschlägen vor.

Laut der Süddeutschen Zeitung hatte der bayerische Ministerpräsident Seehofer höchstpersönlich die Bezirke bei einer Verbandstagung im niederbayerischen Bad Gögging ermahnt „Einsparungen nicht nur anzukündigen, sondern auch umzusetzen.“ Wie in dem Artikel berichtet wird, forderte Seehofer „Standardabsenkungen, die aber nicht das soziale Gesicht Bayerns beschädigen sollen“.

Die Ratifizierung und die Gültigkeit, geschweige denn die Umsetzung des Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der vereinten Nationen (Behindertenrechtskonvention) scheint in der Regierungsspitze des bayerischen Freistaates keine Rolle zu spielen, befürchten die Betroffenen. Die Frage bleibt, ob das „ soziale Gesicht“ der bayerischen Staatsregierung, wenn es denn überhaupt vorhanden war, nicht schon lange abhanden gekommen ist. ave

Gehen in Bayern die Uhren anders? -- kobinet

Persönliche Assistenz - AK - Niederösterreich

Persönliche Assistenz: Menschenrechte dürfen nicht warten


AKNÖ fordert rasche Umsetzung des Rechtsanspruchs für Menschen mit Behinderung

Die Niederösterreichische Arbeiterkammer fordert, dass behinderte Menschen in Österreich so schnell wie möglich einen Rechtsanspruch auf Persönliche Assistenz erhalten sollen. „Das ist Teil der UN-Menschenrechtskonvention für Menschen mit Behinderung“, erklärt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder. „Und Menschenrechte dürfen nicht warten.“
Persönliche Assistenz – darunter versteht man Unterstützungsmaßnahmen für Menschen mit schwerer Behinderung, die es ihnen ermöglichen, ihr Leben selbstbestimmt und aktiv zu bewältigen: „Das ist Hilfe bei allen täglichen Verrichtungen und im Beruf“, erklärt AKNÖ-Experte Reinhard Schmitt. In Österreich gibt es verschiedene Stellen, bei denen Menschen mit Behinderung die Persönliche Assistenz beantragen können. „Nur leider sind die Kriterien von Bundesland zu Bundesland verschieden. Und für Hilfe im Privatbereich ist das Bundesland zuständig, wenn es den Beruf betrifft, ist es das Bundessozialamt. Das ist eine Barriere um an eine Leistung zu kommen, die eigentlich Barrieren beseitigen sollte.“ Und: Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Persönliche Assistenz.

„Wir fordern, dass diese Barrieren rasch beseitigt werden. Wir brauchen einen Rechtsanspruch mit bundesweit einheitlichen Regeln“, sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder. Er stützt sich in dieser Forderung auf einen Beschluss des Niederösterreichischen ArbeitnehmerInnenparlaments und die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung.
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Gleich ist nicht gleich

Veröffentlicht von: InaMS

08. Juli 2011
Dies ist ein Gastbeitrag von Gabriela Pichelmayer aus Wien. Wir würden uns freuen, wenn dieser Beitrag weiter verbreitet wird und Menschen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden, die Kommentarmöglichkeit nutzen und über ihre Erfahrungen berichten.
„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik (Bund, Länder, Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nicht behinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.“
So steht es geschrieben in Artikel 7 des Österreichischen Bundesverfassungsgesetzes.
Wo das zum Tragen kommt, bedarf jedoch einer genaueren Prüfung.
Nehmen wir einmal an, Sie hätten eine schwere, unheilbare Erkrankung. Natürlich gehören Sie zum Kreis der begünstigten Behinderten und natürlich sind Sie auch „stolzer“ Besitzer eines amtlichen Behindertenausweises. Also trifft das oben zitierte Gleichstellungsgesetz der Bundesverfassung auf Sie zu. Rein theoretisch. In der täglichen Praxis wiederum erfahren Sie eine sich wiederholende Ignoranz.
Nicht nur im täglichen, öffentlichen Leben. Haben Sie schon einmal versucht, „barrierefrei“ zu reisen? Nein? Das ist nicht weiter verwunderlich, weil es das nämlich gar nicht gibt. Unsere Bundesbahn schmückt sich zwar gern mit diesem sozialen Wort, aber die Umsetzung fällt offensichtlich schwer. Es gibt Züge, da ist ein Behindertenabteil nicht einmal vorgesehen. So wie zwischen Wien und München, wenn Sie auf Grund Ihrer Behinderung in Salzburg nicht umsteigen können und wollen. Und haben Sie sich vielleicht auch noch erlaubt, eine Ein- und Ausstiegshilfe anzufordern? Dann war das unüberlegt sich darauf zu verlassen, denn die erscheint nur imaginär. Ob Bundesbahn, Straßenbahn, öffentliche Toiletten, Geschäftseingänge, Umkleidekabinen, Kinos oder Theater – es macht den Eindruck, als gäbe es kein Gleichstellungsgesetz.

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UN-Konvention Oldenburg: Alle Schüler sollen an einen Tisch - NWZonline.de

OLDENBURG, 28. Juli 2011

Alle Schüler sollen an einen Tisch

UN-Konvention Diskussion über „Inklusion“ – Behinderte Kinder in Regelschule


Bild
Integration findet an einigen Schulen schon statt – hier in einer fünften Klasse an der IGS Helene-Lange-Schule, die als Integrationsklasse ausgewiesen wurde. Fünf der 25 Schülerinnen und Schüler haben zusätzlichen Förderbedarf. BILD: Lühmann/Archiv Bild vergr��ern
Noch fehlt ein Gesetzesentwurf. In Schule und Stadt werden Vor- und Nachteile diskutiert.

von Karsten Röhr

Oldenburg - Behinderte Kinder lernen gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern. Das ist schon Realität – zumindest für wenige behinderte Schüler in den Integrationsklassen an Grundschulen in der Stadt (Nadorst, Dietrichsfeld und Klingenbergstraße plus Sprachheilklassen in Bürgeresch), der IGS Helene-Lange-Schule und der Hauptschule Alexanderstraße. 19 der 28 Grundschulen beteiligen sich am Regionalen Integrationskonzept (RIKO). Die Grundschule Nadorst wurde als vorbildlich gerade in den bundesweiten Inklusionsatlas aufgenommen.

Un-Konvention Oldenburg: Alle Schüler sollen an einen Tisch - NWZonline.de
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