2012-01-02

Behindertenparkplatz » Was ich mir für 2012 von den Medien wünsche

Was ich mir für 2012 von den Medien wünsche

Ein Wissenschaftler sucht einen Assistenten. Das ist normalerweise keine Nachricht, die es bis in die Medien schaffen würde – wenn der Wissenschaftler nicht Stephen Hawking heißen würde und zwischen Weihnachten und Neujahr nicht sowieso schon journalistisch Saure-Gurken-Zeit wäre.
Nun dauerte es nicht lang bis die Meldung kommentiert wurde. Raul Krauthausen zum Beispiel schrieb mit Hinweis auf Spiegel Online, er hasse es, wenn Journalisten über Rollstuhlfahrer schreiben, sie seien “an den Rollstuhl gefesselt” und “leiden an” etwas.
Bei der Meldung handelt es sich in großen Teilen um eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Wer weiß, wie Nachrichtenagenturen arbeiten, den wundert es nicht, dass die Meldung sofort auf Hunderten Nachrichtenseiten zu lesen war – mit der Formulierung, dass Hawking “an den Rollstuhl gefesselt” ist und “leidet”.
Konkurrent dapd hatte eine kürzere Meldung dazu im Dienst. Auch bei dapd “leidet” Stephen Hawking, ist aber nicht gefesselt, sondern nur “fast vollständig gelähmt”.
Ich könnte noch ein paare andere Beispiele aufzählen, die mir in den vergangen Wochen aufgefallen sind, was den Umgang mit behinderten Menschen in den Medien angeht:

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