2012-01-13

Busemann gegen formelle Qualifikation für rechtliche Betreuer | WolfenbüttelHeute

Busemann gegen formelle Qualifikation für rechtliche Betreuer


Der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann hat sich dagegen ausgesprochen, eine besondere berufliche oder sonstige Qualifikation für Betreuerinnen oder Betreuer festzulegen. „Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) geht davon aus, dass grundsätzlich jeder ohne formelle Qualifikation in der Lage ist, eine Betreuung zu führen, also die Angelegenheiten eines anderen zu regeln, der dieses selbst nicht kann“, sagte Busemann heute in Hannover. (...)
„Seit dem Jahr 2000 bis 2010 ist die Zahl der am Jahresende vor niedersächsischen Gerichten anhängigen Betreuungsverfahren um rund 35.000 von 102.747 auf 137.702 gestiegen. 1992 waren es gerade einmal 66.335 Verfahren. Das macht deutlich, dass die demografische Entwicklung uns verstärkt fordert. Der Einsatz von Menschen, die ehrenamtlich oder beruflich die rechtliche Betreuung von Mitbürgern übernehmen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können, hat einen besonderen Wert für unser gesellschaftliches Zusammenleben“, betonte Busemann.
Zu Recht habe die Justizministerkonferenz eine Arbeitsgruppe mit einem Bericht zur Situation der Betreuung beauftragt, dessen Ergebnisse in ein Bundesgesetz münden sollen. „Dabei soll es vor allem darum gehen, dem Vorrang der ehrenamtlichen Betreuung mehr Geltung zu verschaffen“, machte Busemann deutlich. (...)

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