2012-01-31

Das Schicksal der Taubstummen | SÜDKURIER Online

Meersburg

31.01.2012 .

Das Schicksal der Taubstummen


Historiker erinnert an Zwangssterilisation von Kranken und Behinderten in der NS-Zeit
Der Historiker Arnulf Moser (re.) erinnert an die Zwangssterilisation von Patienten der Taubstummen-Anstalt in Meersburg und der Psychiatrie Reichenau während der NS-Zeit. Der medizinische Direktor Klaus Hoffmann hatte zur Gedenkfeier eingeladen.
Rindt
– Der Konstanzer Historiker Arnulf Moser erinnert an ein düsteres Kapitel der Reichenauer Psychiatrie und der früheren Taubstummenanstalt im Meersburger Schloss. Aus beiden Einrichtungen wurden Kranke und Behinderte in der Zeit des Nationalsozialismus zwangssterilisiert beziehungsweise für den Eingriff vorgeschlagen. Getroffen habe es 450 bis 500 Patienten aus der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Reichenau. Mehr als 1500 ehemalige Patienten und Personen aus der Verwandtschaft seien zudem für eine Überprüfung angezeigt worden, sagt Moser. Mitarbeiter der Anstalt in Meersburg hätten im Jahr 1934 die Namen von 22 Menschen ans Gesundheitsamt geschickt, die sie für erblich taubstumm hielten, und damit für die Zwangssterilisation vorschlugen. Im Jahr 1936 habe die Anstalt weitere 17 Namen genannt. (...)
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