2012-01-12

Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und segregativer Beschulung sprachauffälliger Kinder: Ein Vergleich zwischen Förderschule und Gemeinsamem Unterricht

Empirische Sonderpädagogik, 2011, Nr. 4, S. 324-342
Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und
segregativer Beschulung sprachauffälliger Kinder:
Ein Vergleich zwischen Förderschule
und Gemeinsamem Unterricht

Timo Lüke, Ute Ritterfeld
Technische Universität Dortmund

Seit dem Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen wird zunehmend
öffentlich über die Strukturen der sonderpädagogischen Förderung in Deutschland diskutiert. An-
hand einer Befragungsstudie mit 542 Eltern sprachauffälliger GrundschülerInnen, bei der die Schul-
zufriedenheit im Gemeinsamen Unterricht und in der Förderschule vergleichend untersucht wird,
soll ein empirischer Beitrag zu dieser Debatte geliefert werden. Die Befunde zeigen, dass die Zufrie-
denheit der Eltern in beiden schulischen Settings gleichermaßen sehr hoch ist. Weitere Analysen ma-
chen allerdings deutlich, dass die Stigmatisierung der Kinder im integrativen Setting geringer ausfällt
als bei segregativer Beschulung. Darüber hinaus sind Eltern von integrativ beschulten Mädchen und
Jungen zuversichtlicher, dass ihr Kind die Sprachprobleme überwinden wird, und optimistischer in
Bezug auf dessen Bildungs- und Teilhabechancen. Weiterhin wurde festgestellt, dass einige Eltern-
gruppen deutlich geringere Chancen haben, ihren Wunsch auf integrative Unterrichtung ihres Kin-
des durchzusetzen. (...)
 Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und segregativerBeschulung sprachauffälliger Kinder:
Ein Vergleich zwischen Förderschule und Gemeinsamem Unterricht

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