2012-01-17

Freiheit statt Zwang - Einladung zur PatVerfü- Kinopremiere mit Nina Hagen


Foto: ddp

Freiheit statt Zwang - Einladung zur PatVerfü- Kinopremiere mit Nina Hagen

Abendstimmung in Berlin. Ein Pärchen tanzt auf der Straße, dann rauscht ein Polizeiwagen heran. Wortlos werden die beiden abgeführt. Als sie bemerken, wohin man sie bringt, ist es zu spät. Das junge Paar ist längst Opfer des Staatsapparats und wird gewaltsam zum Schweigen gebracht.

Was wie ein Science-Fiction-Thriller klingt, ist in Wirklichkeit eine Menschenrechts-Tragödie.
Aber so viel sei verraten: Es gibt ein Happy End!
Welche Rolle Nina Hagen dabei spielt und warum alle Bundesbürger/innen diesen Film sehen sollten, erfahren Sie bei der

Premierenveranstaltung des PatVerfü-Kinospots
am Dienstag, den 31. Januar 2012 um 19:00 Uhr
im Moviemento Kino, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin

zu der wir Sie hiermit herzlich einladen.

Mit der Erstaufführung unseres Spots möchten wir Sie an diesem Abend über weitgehend totgeschwiegene Verbrechen aufklären, die in Deutschland leider noch immer an der Tagesordnung sind: Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Folter. Die Künstlerin Nina Hagen und Vertreter des Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V. werden anwesend sein und Ihnen erzählen, wie Sie sich davor schützen und von Ihrem guten Recht auf Selbstbestimmung Gebrauch machen können.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Reservierungen sind leider nicht möglich, frühes Kommen sichert die besten Plätze.

Grausame Realität – Zwangspsychiatrie in Deutschland

Die Handlung des neuen, knapp 2-minütigen Social-Spots ist frei erfunden und dennoch hat die Geschichte einen erschreckend realen Hintergrund. Mehr als 200.000 Menschen* werden hierzulande jedes Jahr aufgrund willkürlicher psychiatrischer „Diagnosen" zwangsweise in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Dort werden sie aus angeblich therapeutisch notwendigen Gründen ans Bett gefesselt (so genannte "Fixierung") und gegen ihren Willen mit psychiatrischen Drogen und der noch immer gängigen "Elektrokonvulsionstherapie" (auf gut deutsch Elektroschock) zwangs-"behandelt". Obendrein sind zurzeit über 1,2 Millionen Menschen* durch gerichtlich angeordnete „Betreuung" entmündigt und somit sämtlicher Selbstbestimmungsrechte beraubt.

Obwohl diese schweren Verletzungen von Menschenrecht und -würde laut UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland als Verbrechen gelten, nimmt die Zahl der gewaltsamen Übergriffe stetig zu. Die Opfer sind Leute wie du und ich. Menschen, deren einziges Vergehen es ist, nicht der „Norm" zu entsprechen, sich unangepasst zu verhalten oder in aller Öffentlichkeit lautstark ihre Meinung zu sagen. Menschen, wie zum Beispiel Nina Hagen, die mit ihrer unkonventionellen Art immer wieder für Schlagzeilen sorgt.

Geisteskrank? Nina Hagen wehrt sich!

Was hat man der Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin nicht schon alles attestiert? Aber gegen ein Urteil erhebt Nina Hagen Einspruch: Eine „psychische Krankheit" darf ihr niemand diagnostizieren. Zu Recht! Denn Selbstbestimmung ist in Deutschland Gesetz. Das Patientenverfügungsgesetz wurde vor zwei Jahren mit einer breiten Mehrheit im Bundestag verabschiedet. Seither gilt: Der Patientenwille ist bei allen medizinischen Entscheidungen als rechtsverbindlich zu betrachten. Das bedeutet, niemand darf hierzulande entmündigt, gegen seinen Willen in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen und zwangsbehandelt werden. Schutz vor dem Verbrechen Zwangspsychiatrie gibt es trotz Gesetz dennoch weder von der Polizei noch von Angehörigen. Helfen kann nur eine schlaue Patientenverfügung, die PatVerfü®. Das sollte unbedingt jeder wissen, findet Nina Hagen, die nicht nur in dem Social-Spot mitgewirkt hat, sondern auch die Schirmfrauschaft für die PatVerfü übernimmt:



Was tun gegen Zwangseinweisung -

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