2012-01-22

Neue Familienpflegezeit wird wenig nachgefragt - Nachrichten Print - WELT AM SONNTAG - Wirtschaft - WELT ONLINE

Welt am Sonntag Autor: Anette Dowideit| 06:12

Neue Familienpflegezeit wird wenig nachgefragt

Nur eine Handvoll Unternehmen hat bisher eine Teilnahme angekündigt. Das Familienministerium gibt sich auffallend wortkarg
Im Bundesfamilienministerium in Berlin ist am kommenden Montag wieder einmal Fototermin mit der Wirtschaft: Ministerin Kristina Schröder (CDU) empfängt Vertreter von Telekom, Post, Airbus und neun weiteren Unternehmen - "mit Gelegenheit für O-Töne", wie in der Presseeinladung fett angekündigt wird.
Die Firmenvertreter und die Ministerin möchten sich von den Medien feiern lassen für das Gesetz zur Familienpflegezeit, das seit dem 1. Januar dieses Jahres gilt. Es soll Berufstätigen, die Angehörige pflegen, eine Erleichterung im Alltag verschaffen. Für maximal zwei Jahre können Beschäftigte demnach ihre Arbeitszeit zum Beispiel auf halbtags reduzieren, in dieser Zeit aber 75 Prozent des Bruttogehalts weiterbeziehen - um schließlich, nach Ablauf der Pflegezeit, das Zeitkonto wieder auszugleichen. Im Beispielfall müsste ein Arbeitnehmer wieder voll arbeiten, bekäme aber zunächst weiterhin nur drei Viertel des regulären Gehalts.
Die Gesetzesneuerung ist für Arbeitgeber nicht verbindlich, sondern freiwillig - sodass die Angestellten nach wie vor vom guten Willen des Arbeitgebers abhängig bleiben.
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