2012-01-30

Stadt Bochum und BOGESTRA bauen Haltestellen behindertengerecht aus

Stadt Bochum und BOGESTRA bauen Haltestellen behindertengerecht aus

Die Stadt Bochum und die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) setzen den bereits seit vielen Jahren praktizierten niederflurgerechten Ausbau von Bus- und Straßenbahnhaltestellen sukzessive fort. Damit wird insbesondere mobilitätseingeschränkten Fahrgästen ein sicherer und bequemer Ein- und Ausstieg in die Fahrzeuge ermöglicht und eine Komfortverbesserung für alle erreicht: Die umgebauten Haltestellen erhalten einen erhöhten Bord - 18 Zentimeter bei Bus- und 22 Zentimeter bei Straßenbahnhaltestellen - damit insbesondere Senioren, Behinderte und Eltern mit Kinderwagen niveaugleich ein- und aussteigen können.

Bisher konnten seit 1994 rund 24 Prozent der circa 980 Bushaltestellen auf Bochumer Stadtgebiet durch ein Förderprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz GVFG linienweise sowie bei Straßenbaumaßnahmen punktuell ausgebaut werden. Dort ist ein ebenerdiger Zustieg in die niederflurgerechten Fahrzeuge mit pneumatischer Absenkung auf der Einstiegsseite - das so genannte Kneeling - möglich; seit 2003 ist die gesamte Busflotte der BOGESTRA AG mit der Niederflur- und Kneelingtechnik ausgestattet.

Bei den Straßenbahnhaltestellen liegt die gesamtstädtische Ausbauquote bei rund 53 Prozent - bezogen auf 102 Straßenbahn- und 46 kombinierter Straßenbahn- und Bushaltestellen. Bei der Stadtbahn wird eine Ausbauquote von 100 Prozent erreicht.

In Kombination mit den stufenlosen Fahrzeugen der Typen NF6D und Variobahn -Straßenbahnbereich - sowie B-Wagen und Tango - Stadtbahnbereich - ist auch hier ein ebenerdiger Ein- und Ausstieg gewährleistet. Ausklappbare Rampen in den neu angeschafften Variobahnen verbessern die Zugänglichkeit bei Bedarf zusätzlich.

Um trotz knapper werdender Finanzmittel - das GVFG-Förderprogramm läuft 2019 aus - weiterhin Barrierefreiheit herzustellen, wurde bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes der Stadt Bochum 2009 gefordert, Prioritäten zum niederflurgerechten Ausbau von Haltestellen des Schienen- und Omnibusverkehrs festzulegen. 2010 wurde in Abstimmung mit den Behindertenverbänden eine TOP-50-Prioritätenliste für den punktuellen niederflurgerechten Ausbau von Bushaltestellen nach zuvor definierten Bewertungskriterien beschlossen.(...)
Stadt Bochum und BOGESTRA bauen Haltestellen behindertengerecht aus

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