2012-02-12

Meins bleibt meins ? - Nachrichten aus Moers Kamp-Lintfort Neukirchen-Vluyn Rheurdt und Issum | DerWesten

Karneval für alle

Meins bleibt meins ?

10.02.2012 | 16:51 Uhr
Meins bleibt meins ?
Die Prinzenrolle ist kein Handicap für das jecke Paar der Caritas-Werkstätten. Foto: Volker Herold
Moers. Michael und Claudia feiern als Moerser Prinzenpaar groß und mit Herz – leider nur inoffiziell.
Die Tanzfläche im Kulturzentrum Rheinkamp ist leer. Kurz vor Schluss der Kappensitzung rocken Polizisten, Teufel, Zauberer und Clowns zum „Anton aus Tirol“ jetzt die Bühne, während im Seitengang das Moerser Prinzenpaar auf seinen Auftritt wartet. Prinz Michael „der Köchelnde“ drückt seiner Prinzessin Claudia „der Liebenden“ fest die Hand. Von Nervosität keine Spur. Darüber sind die zwei, die auch im wirklichen Leben ein Paar sind, längst hinweg. Dabei sind sie streng genommen nur inoffiziell in der Moerser Prinzenrolle.
Offiziell wurde die vom Kulturausschuss Grafschafter Karneval in dieser Session nicht besetzt – es gab keine Bewerber. „Wir hatten keine Probleme, ein Prinzenpaar zu finden“, sagt Norbert Lipperheide. Der Leiter der Moerser Zweigstelle der Caritas Werkstätten Niederrhein, in der Menschen mit Behinderung arbeiten, zeigt sich selbstbewusst: Prinz ist Prinz.

Eine ganz normale Angelegenheit

Zum ersten Mal in seinen 38 Jahren jecker Geschichte ist das Prinzenpaar der Caritas-Werkstätten in diesem Jahr außerhalb der eigenen Feiern aufgetreten. „Da es in diesem Jahr kein offizielles Moerser Prinzenpaar gibt, haben die Hochstraßer unser Paar angefragt“, sagt Lipperheide, für den das erste Auswärtsspiel eines gehandicapten Regentenduos eine ganz normale Angelegenheit war. Vielleicht war sie lange überfällig:
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