2012-02-15

Viel getan - viel zu tun - Waldkraiburg - Mühldorf - OVB online

Viel getan - viel zu tun

14.02.12|Waldkraiburg|
Bis zur Eisstock-WM wird eine Behindertentoilette zur Verfügung stehen und der Haupteingang barrierefrei zugänglich sein. Das sicherte Stadtwerke-Chef Norbert Weigl zu. Eines der Anliegen, die die Behindertenbeauftragte Gabriele Schleich kürzlich im Stadtrat vortrug, wird also bald Realität.
Waldkraiburg - Weitere Maßnahmen, die das Leben von behinderten Menschen in Waldkraiburg bereits erleichtern, zählte Gabriele Schleich im Jahresbericht für 2011 auf: etwa die Bordsteinabsenkungen an der Kreuzung Siemensstraße/Daimlerstraße und an der Einmündung der Brünner- in die Teplitzer Straße sowie die Absenkungen im Zuge der Bordsteinerneuerungen, ebenso der Einbau einer Behindertentoilette im Falkenring und die Errichtung von Toiletten mit Behindertentoilette im neuen Fachmarktzentrum an der Adlergebirgsstraße. Verwirklicht werden sie in einer Eisdiele; aus Sicht der Behindertenbeauftragten nicht die Ideallösung, aber eine Verbesserung.
Schleich, die allen Verantwortlichen bei Stadt und städtischen Gesellschaften für die kooperative Zusammenarbeit dankte, wies zugleich auf offene Wünsche hin. In der Eissporthalle müsste langfristig auch der Zugang zu den Kellerräumen (Schützenheim) für Rollstuhlfahrer möglich sein.
Weitere Bordsteinabsenkungen stehen auf ihrer Wunschliste, eine Behindertentoilette im Haus des Buches, die Schulung von ein bis zwei Mitarbeitern der Stadtverwaltung für die Kommunikation mit gehörlosen Mitbürgern sowie die Ausweisung eines Behindertenparkplatzes in der Nähe des Orthopädiezentrums im Galneder-Haus. Verstärkt will sie die Geschäftsleute für die Bedürfnisse von bewegungseingeschränkten, sehbehinderten Menschen sensibilisieren, für barrierefreie Zugangsmöglichkeiten und den Abbau von Barrieren auf den Terrassen vor den Geschäften werben. Ein Anliegen ist die kontrastreiche Markierung von Glasfronten, Türen und Treppenstufen als Hilfe für Sehbehinderte.
Die Behindertenbeauftragte weiß um die schwierige Finanzlage der Stadt, verwies aber auch auf die Verantwortung, die sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention für alle Kommunen ergibt. Die dort festgeschriebene Inklusion bedeute eine gleichberechtigte Teilhabe von Behinderten in allen Lebensbereichen.

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