2012-03-31

Streit um Integration von Kindern mit Förderbedarf - mobil.abendblatt.de

SCHULPOLITIK
Streit um Integration von Kindern mit Förderbedarf
Foto: Eike Pawelko
Kritik von Wedeler Schulleiter: Die Regelbeschulung behinderter Kinder sei der als falsche Weg. Kollegen widersprechen.
Antonius Soest schlägt Alarm. In scharfen Worten kritisiert der Leiter der Wedeler Gebrüder-Humboldt-Schule die Art und Weise, wie gegenwärtig Kinder mit besonderem Förderbedarf in die Regelschulen integriert werden sollen. In Fachkreisen läuft das Ganze unter dem Oberbegriff "Inklusion" - als Gegenentwurf zur sogenannten Exklusion. Das Gesetz, das seit 2010 in Schleswig-Holstein umgesetzt wird, basiert auf der 2009 in Kraft getretenen Uno-Behindertenrechtskonvention. Sie besagt, dass keine Kinder vom Schulbesuch ausgesondert werden dürfen. Ob lernbehindert, körperlich oder geistig behindert - allen muss der Besuch einer Regelschule ermöglicht werden.
Soests Kritik, die er bei einem Informationsabend zu diesem Thema an der Humboldt-Schule vor annähernd 100 Eltern, Lehrern, Politikern und Verwaltungskräften äußerte, macht auch deshalb hellhörig, weil er üblicherweise in vorderster Front für integrative Schulkonzepte eintritt und sie an seiner Gemeinschaftsschule seit Jahren erfolgreich umsetzt.
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