2012-04-20

Kreis Viersen: Verbrechen werden erforscht

Kreis Viersen: Verbrechen werden erforscht

VON DIRK RICHERDT - zuletzt aktualisiert: 20.04.2012
Kreis Viersen (RP). Seit 29 Jahren gibt es einen internationalen Arbeitskreis, der die Greueltaten, die Psychiater im Namen der nationalsozialistischen Ideologie verübten, aufarbeitet. Experten treffen sich ab heute in Mönchengladbach.

Eine Gedenkstätte befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen "Kinderfachabteilung" der rheinischen Psychiatrie in Waldniel-Hostert. Sie ist morgen Ziel einer Exkursion des internationalen Forscher-Arbeitskreises.  Foto:  BUSCH

Eine Gedenkstätte befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen "Kinderfachabteilung" der rheinischen Psychiatrie in Waldniel-Hostert. Sie ist morgen Ziel einer Exkursion des internationalen Forscher-Arbeitskreises. Foto: BUSCH
Ein Arbeitskreis von Experten widmet sich einem beklemmenden Thema: Er erforscht das mörderische Vernichtungsprogramm der Nationalsozialisten, die unter dem makabren Titel "Euthanasie" (schönes Sterben) die Selektion von "lebenswertem und lebensunwertem Leben" betrieben. Schuldig gemacht am Tod von deutschlandweit mehr als 250 000 Menschen mit geistiger Behinderung haben sich viele Ärzte, Pfleger und anderes Personal in psychiatrischen "Anstalten".
Dass später in der jungen Bundesrepublik nur ganz wenige dieser Mörder verurteilt wurden, muss von Angehörigen und nachfolgenden Generationen als Hohn empfunden werden.

Kreis Viersen: Verbrechen werden erforscht

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