2012-07-15

Inklusion : "Mein Leben leben andere" | Kerpen - Kölner Stadt-Anzeiger

 Inklusion

"Mein Leben leben andere"
Erstellt 15.07.2012


Sabine Faßbender aus Langenich hätte gerne einen behindertengerechten Wagen.  Foto: Wilfried Meisen
Sabine Faßbender wünscht sich ein behindertengerechtes Fahrzeug um ihr Leben mobiler zu gestalten. Einen dementsprechenden Antrag lehnt der Landschaftsverband Rheinland ab.  Von Wilfried Meisen
 
Kerpen-Langenich. 
Sabine Faßbender möchte mal raus: in die Natur, zum Einkaufen in einen Supermarkt oder einfach auch mal mit Freunden ins Kino. Doch die 32-jährige Frau sitzt im Rollstuhl und kann so kaum das Haus verlassen. Sie hat seit ihrer Geburt neurale Muskelatrophie, eine bislang noch unheilbare Erbkrankheit.
Ihre Muskeln schwinden immer mehr. „Bis vor ein paar Jahren konnte ich noch gehen, dann nur noch stehen. Aber auch das geht nicht mehr“, erzählt Faßbender, die Kauffrau für Bürokommunikation gelernt hat und nun von 470 Euro Grundsicherung und 440 Euro Pflegegeld leben muss.

Sie lebt im Haus ihres Vaters mit ihrem Freund Andreas Werner zusammen. „Beide haben auch nicht viel Geld.“ Der Vater ist Rentner, der Freund arbeitslos. Er ist ohnehin mit der Pflege von Sabine vollauf beschäftigt, die ansonsten ins Heim müsste. So ein Heimplatz, der 40 000 bis 70 000 Euro im Jahr kosten soll, würde wohl ohne Probleme finanziert werden, meint Sabine Faßbender.

Doch die Kosten für ein behindertengerechtes Fahrzeug, das ihr mehr Mobilität ermöglichen würde, bekomme die Familie leider nicht ersetzt.
Inklusion : "Mein Leben leben andere" | Kerpen - Kölner Stadt-Anzeiger

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