2012-07-28

Saarland liegt bundesweit bei Patienten-Fixierungen auf Platz zwei

Saarland liegt bundesweit bei Patienten-Fixierungen auf Platz zwei

Von SZ-Redaktionsmitglied Ute Klockner
Die Zahl der Fixierungen soll auf ein Mindestmaß reduziert werden, sagen Pflegeheimbetreiber und Sozialministerium. Doch es fehlt an Geld und Personal. Ein erster Schritt sind Schulungen für das Pflegepersonal.  
(Veröffentlicht am 20.07.2012)
Fixierung
Das Festbinden an Betten ist für Pflegeheimbewohner wie Personal äußerst belastend. Schulungen sollen dabei helfen, die Zahl der Fixierungen zu minimieren.Foto: Hans Wiedl/dpa


Saarbrücken. An das Bett gefesselt im Pflegeheim – für viele alte Menschen ist das eine Albtraumvorstellung. Nach Angaben des Bundesamts für Justiz aus dem Jahr 2009 kommt es bundesweit nur in Bayern zu mehr sogenannter „unterbringungsähnlicher Maßnahmen“ – dazu gehören neben Fixierungen in Bett und Rollstühlen auch Bettgitter und das Ruhigstellen durch Medikamente – als im Saarland. Demnach kamen hier auf 10 000 Einwohner 18,9 genehmigungspflichtige Maßnahmen, im Bundesdurchschnitt waren es „nur“ 11,74. „Die überwiegende Mehrzahl der Maßnahmen dürfte für Menschen beantragt werden, die in Heimen leben“, schätzt der Vorsitzende des Ausschusses Betreuungsangelegenheiten der Liga der freien Wohlfahrtsverbände Saar, Johannes Schneider.  „Wenn es sich die Heime finanziell wie personell leisten könnten, könnte in den meisten Fällen aus pflegerischer Sicht auf die Fixierung verzichtet werden.“ (...)
Saarland liegt bundesweit bei Patienten-Fixierungen auf Platz zwei

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