2012-09-23

Fast 30 Stufen bis zum Parkausweis | shz.de

Keine Barrierefreiheit

Fast 30 Stufen bis zum Parkausweis

22. September 2012 | 04:50 Uhr | Von Dirk Jennert
Eugenia Ziebarth (62): Die stark gehbehinderte Rentnerin ist auf den Parkausweis angewiesen. Um das Dokument zu bekommen, das sie hier in der Hand hält, musste sie allerdings große Mühen in Kauf nehmen. Foto: Jennert (2)
Eugenia Ziebarth (62): Die stark gehbehinderte Rentnerin ist auf den Parkausweis angewiesen. Um das Dokument zu bekommen, das sie hier in der Hand hält, musste sie allerdings große Mühen in Kauf nehmen. Foto: Jennert (2)

Dokument für gehbehinderte Autofahrer: Stadt verlegte Antragsstelle vom Erdgeschoss des Rathauses in den ersten Stock des Bauamtes
Schleswig. Um in Schleswig einen Parkausweis für Behinderte beantragen zu können, sollte man möglichst nicht behindert sein. Denn die Stadtverwaltung hat die Antragsstelle für Parkausweise vom Erdgeschoss des Rathauses in den ersten Stock des Bauamtes verlegt. Da es keinen Fahrstuhl gibt, haben Rollstuhlfahrer seitdem keinerlei Chance mehr, in das Büro des zuständigen Sachbearbeiters zu gelangen.

Bekannt wurde dies durch Eugenia Ziebarth (62) aus dem Solterbeerenhof. Sie ist zwar nicht auf einen Rollstuhl angewiesen, aber so stark gehbehindert, dass ihr laut Gesetz ein Behinderten-Parkausweis zusteht. In dieser Woche wollte sie als Ersatz für ihren mittlerweile abgelaufenen Parkausweis einen neuen beantragen. Doch im Rathaus teilte man ihr mit: Im Zuge einer Neuorganisation der Verwaltung seien alle Verkehrsangelegenheiten an das Bauamt am Gallberg übertragen worden. Dort angekommen, musste Eugenia Ziebarth zunächst fünf Stufen aus Stein erklimmen, um in das Gebäude zu gelangen. Ein Mitarbeiter machte ihr klar, dass sie damit noch längst nicht am Ziel sei:

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