2012-09-10

Paralympics: In die Breite denken | Sport - Frankfurter Rundschau

10. September 2012

Paralympics  

In die Breite denken

 Von Ronny Blaschke

Der schnellste Mann der Welt: Heinrich Popow gewinnt Gold über die 100 Meter. Foto: dpa
Paralympier wie Heinrich Popow können nicht vom Sport leben
London –   Heinrich Popow muss seine Mutter fürchten. Sie will kochen, reichlich und fett, damit er Gewicht zulegt, langsamer wird, den Leistungssport aufgibt. Popow hat als Kind sein linkes Bein verloren, wegen eines Tumors. Seine Mutter glaubt, dass die ewige Anstrengung seinem verbliebenem Bein schade. Sie war in London im Stadion, zum ersten Mal. Sie sah ihren Sohn über 100 Meter rennen und Gold gewinnen, und sie hörte Interviews, die Popow zum wohl beliebtesten Paralympier Deutschlands machen. Interviews, in denen er über die Furcht vor seiner Mutter spricht. Mit Ironie, ohne Floskeln. Ein Sportler gewordenes Lächeln.
Popow, geboren in Kasachstan, aufgewachsen im Westerwald, verkörpert die Professionalisierung des Behindertensports. „Wir werden endlich als Leichtathleten wahrgenommen“, sagt er. „Nicht mehr als Behinderte und Außenseiter.“
Paralympics: In die Breite denken | Sport - Frankfurter Rundschau

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