2012-09-02

PIDV-Stellungnahme - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.



Referentenentwurf einer Verordnung über die rechtmäßige Durchführung einer Präimplantationsdiagnostik (Präimplantationsdiagnostikverordnung – PIDV)


Stellungnahme der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.





I. Vorbemerkung
(...)
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hat sich im Vorfeld der gesetzlichen Regelung der Präimplantationsdiagnostik für ein Verbot der PID eingesetzt. Entscheidungsleitend waren die Schutzrechte des Embryos, die Risiken der dabei angewendeten Technologie sowie die Konsequenzen einer Zulassung der Präimplantationsdiagnostik für Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen und deren Familien sowie für die Gesellschaft als Ganzes in Abwägung mit den individuellen Konfliktsituationen von Paaren, die aufgrund bekannter genetischer Risikofaktoren zur Realisierung ihres Kinderwunsches die Präimplantationsdiagnostik in Anspruch nehmen wollen.

Der vorliegende Verordnungsentwurf, mit welchem die im Gesetz zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik vom 21.11.2011 (BGBl. I S. 2228) enthaltenen grundsätzlichen Verfahrensvorgaben umgesetzt werden, entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben. Der Verordnungsentwurf in seiner jetzigen Gestalt konterkariert das in § 3 a Abs. 1 ESchG verankerte Ziel der Regelungen zur Präimplantationsdiagnostik, wonach die Präimplantationsdiagnostik (PID) grundsätzlich verboten und nur in Ausnahmefällen zulässig sein. Auch verhindert die Verordnung in ihrer derzeitigen Gestalt die gesetzlich vorgesehene Kontrolle der PID-Anwendung in der Praxis.

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe fordert daher eine umfassende Änderung der Verordnung.


Organisation
Bundesvereinigung Lebenshilfe
31.08.2012, 09:47 Uhr

Zum Download der Stellungnahme:

PIDV-Stellungnahme - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.

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