2012-10-21

Lebenshilfe erhält 1,4 Mio. € aus Arbeit ihrer Schützlinge - Tiroler Tageszeitung Online

20.10.2012

Tirol

Lebenshilfe erhält 1,4 Mio. € aus Arbeit ihrer Schützlinge

Geschäftsführer Willeit und LHStv. Reheis möchten künftig Menschen mit Behinderung gerecht entlohnen und fordern Sozialversicherungspflicht.









Von Peter Nindler
Innsbruck – Es ist ein sensibles Thema. Das weiß Lebenshilfe-Geschäftsführer Georg Willeit nur allzu gut. Durch das Bekanntwerden von Heimarbeit in den Tiroler Erziehungsheimen bis Ende der 1980er-Jahre erhielt es zusätzliche Brisanz. Schließlich arbeiten auch viele der 1600 betreuten Menschen mit Behinderungen in den Werkstätten der Lebenshilfe und in ihren Tagesstrukturen. „Sie erbringen außerdem Dienstleistungen für Firmen und kommunale Einrichtungen, werden dabei aber auch betreut“, betont Willeit. Arbeitsbereiche sind u. a. das Sammeln der Ökoboxen, Mithilfe bei der Altholzaufbereitung sowie beim Dosenrecycling und bei der Pflege von Gemeindegrünanlagen.
Laut Willeit sei der Arbeitsbegriff in der Lebenshilfe jedoch breit gefasst. „Die Arbeit ist ein wertvoller Beitrag als Training, als Arbeitserprobung und für die Praxis am ersten Arbeitsmarkt.“ Dafür erhalten die Klienten der Lebenshilfe aber lediglich ein Taschengeld oder eine Arbeitsprämie von rund 75 Euro im Monat. Auch wenn Willeit erklärt, dass die Erlöse der Lebenshilfe aus den Tätigkeiten ihrer Schützlinge nicht gegenzurechnen seien, so betragen diese unterm Strich jährlich rund 1,4 Mio. Euro.
Lebenshilfe erhält 1,4 Mio. € aus Arbeit ihrer Schützlinge - Tiroler Tageszeitung Online

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