2012-12-17

Demenzpatienten können und wollen mitreden: Medical Tribune – Medizin und Gesundheit


Demenzpatienten können und wollen mitreden

Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, können noch lange Zeit mitreden, Entscheidungen treffen und ihr Leben aktiv gestalten. Das wird oft verkannt.


Demenzerkrankungen wie die Alzheimerkrankheit sind in ihrem Verlauf von Verlusten geprägt: Gedächtnis, Ausdrucksvermögen, Orientierung und alltagspraktische Fähigkeiten gehen nach und nach verloren. Im Endstadium der Erkrankung sind die Betroffenen vollständig auf Pflege angewiesen.

Kein Wunder, dass die Diagnose bei Betroffenen und Angehörigen spontan Angst und Trauer auslöst. „Wir sollten uns aber hüten, Patienten mit einer Demenzdiagnose sämtliche Kompetenzen abzusprechen", betont Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga e.V. „Die Alzheimererkrankung verläuft schleichend über mehrere Jahre. Die Betroffenen sind noch lange Zeit zu Überlegungen und Entscheidungen in der Lage."

Immer mehr Betroffene melden sich selbst zu Wort und fordern, nicht über sie zu reden, sondern mit ihnen. Sie wollen mitentscheiden, welche Behandlungsform ihnen gut tut, mit welchen Aktivitäten sie ihre Zeit verbringen und wo sie leben möchten, wenn die Erkrankung weiter fortgeschritten ist.
Demenzpatienten können und wollen mitreden: Medical Tribune – Medizin und Gesundheit

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