2012-12-03

Im Rollstuhl gegen Rajoy | Aktuell Europa | DW.DE | 02.12.2012

Behinderte demonstrieren in Madrid gegen die spanische Regierung (Foto: AFP/Getty Images)

Spanien

Im Rollstuhl gegen Rajoy

Tausende Behinderte haben in Madrid gegen die Sparpolitik der konservativen Regierung demonstriert. Der Ministerpräsident gesteht Haushaltsprobleme in der Wirtschaftskrise ein. 

"Dies ist ein historischer Tag", rief der Präsident des spanischen Behindertenverbandes Cermi, Luis Cayo Pérez, den tausenden Demonstranten zu, die sich im Zentrum Madrids versammelt hatten. Zum ersten Mal in der Geschichte gingen in Spanien behinderte Menschen auf die Straße, "um die Politiker darauf aufmerksam zu machen, dass wir am Rande des Zusammenbruchs stehen".
Rund 50.000 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren an der Demonstration, unter ihnen viele Rollstuhlfahrer, Blinde mit ihren Hunden und Angehörige von Behinderten. Der Protest richtete sich vor allem gegen Kürzungen staatlicher Mittel für Pflegeeinrichtungen. In den nächsten beiden Jahren wolle die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy im gesamten Pflegebereich 2,7 Milliarden Euro einsparen, erklärten Sprecher der Behinderten. Zudem blieben Regionen und Kommunen aufgrund ihrer Finanzmisere den Pflegediensten Millionensummen schuldig.

Im Rollstuhl gegen Rajoy | Aktuell Europa | DW.DE | 02.12.2012

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