2013-07-21

Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe: Diskussion über Krisensymptome in den Seniorenheimen | GA-Bonn

Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe

Diskussion über Krisensymptome in den Seniorenheimen

Bonn.  Nein, sagt die Altenpflegerin entnervt, für die weinende Heimbewohnerin hat sie jetzt nicht mehr Zeit als eingeplant. "Ich muss ja noch schnell die Dokumentation machen." Ruckzuck erledigt die Pflegerin das morgendliche Waschen. Und auch die Angehörigen eines alten Herrn drängen sie: "Wir zahlen viel Geld", bekommt die gestresste Pflegerin zu hören.
Kein Geld, kein Personal, keine Zeit: Kursteilnehmer spielen den Besuchern vor, wie es in vielen Heimen läuft. Foto: Barbara Frommann

Den Zuschauern im Haus des Bonner Vereins für Pflege- und Gesundheitsberufe bleibt das Lachen über diese leicht überzogene Spielszene im Halse stecken. "Ich habe mehr als 100 Überstunden gemacht. Wir haben einfach zu wenig Personal. Darüber müssen Sie sich mal bei Ihren Parteien beschweren", sagt die Altenpflegerin.
Bevor sie in dieser Informationsveranstaltung zum Thema "Altenpflege für die Zukunft gestalten" den Stab an GA-Redakteurin Sylvia Binner weiterreicht, die die anschließende Diskussion moderiert.
Auf dem Podium sitzen Vertreter aller Parteien. Ist die Altenpflege in der Krise? Wie sichern wir den Fachkräftebedarf? Wie geht es den Beschäftigten in der Pflege? Das sind die Fragen, die Organisatorin Edith Kühnle vom Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe an die Politiker stellen lassen will. Und die ihr Kurs für künftige Wohnbereichs- und Pflegedienstleiter eben in der Spielszene und danach in Form von Fragenpaketen auf den Punkt gebracht hat.
Die Politiker sind natürlich ob der heftigen Szene sichtbar berührt.

Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe: Diskussion über Krisensymptome in den Seniorenheimen | GA-Bonn

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