München - Nach der FDP erwägt nun auch CSU-Chef Horst Seehofer, aus dem Fall Gustl Mollath Konsequenzen zu ziehen und die gesetzliche Regelung zur Unterbringung in der Psychiatrie zu überprüfen. 'Für die Zukunft sollten wir Lehren aus dem Sachverhalt ziehen', sagte Seehofer am Mittwoch. 'Ich denke, es ist lohnenswert, darüber nachzudenken und eine gesetzgeberische Initiative für die Zukunft zu erreichen.' Gustl Mollath sitzt seit 2006 in der Psychiatrie. Er hatte Schwarzgeldvorwürfe gegen seine Frau erhoben. Gerichte kamen zu dem Ergebnis, dass er psychisch krank sei und von ihm eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehe. Mittlerweile kommen immer mehr Fehler und Versäumnisse im Verfahren ans Licht.