2011-05-19

Die Brücke verleiht Selbstvertrauen

Die Brücke verleiht Selbstvertrauen

19. Mai 2011 | 04:40 Uhr | Von Gabriele Vaquette

"Gemeinsam - füreinander": Das Motto des Projektes hat auch die Tanzgruppe unter Leitung von Wiebke Schneede (Mitte, rotes Kleid) zusammengebracht. Sie tanzte auf dem Abschlussfest.
Abschlussfest mit freudigem Hintergrund: Menschen mit Behinderungen werden weiter gefördert
"Ich hatte vor vielem Angst. Und jetzt schaffe ich es, vor so einer großen Menge zu sprechen", sagte Uschi Toleikis (59), und die Zuhörer klatschten ermutigend. Sie war eine von vielen Projektteilnehmern, die am Dienstag ihr persönliches Fazit zogen - nach drei Jahren des "Inklusions"-Projektes der Brücke Neumünster und der Brücke Schleswig-Holstein unter dem Motto "Miteinander - für Einander". Ziel des Projektes war es, Menschen mit psychischen Krankheiten in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu integrieren. Zum Abschluss gab es ein Fest für 150 Gäste im Kiek In.

Miteinander malen, Freizeit verbringen, Geschichten schreiben, tanzen, Theater spielen oder einfach Zeit schenken: 15 Gruppen sind entstanden, in denen das verwirklicht wird, was Inklusion zum Ziel hat: ein Stück Normalität im Umgang mit Menschen schaffen, die etwas anders sind. "Es gab Hunderte von Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen, Vorträge, Disco-Abende und vieles mehr", schätzt die Projektberaterin Bärbel Vogt. Als Kooperationspartner begleiteten Kirchengemeinden, Senioren-, Kultur- und Bürgerbüro, Kinderschutzbund, Jugendverband und viele andere das Projekt.

Das Kieler Sozialministerium finanzierte zwei Stellen. Waldemar Kunkat, Referent im Sozialministerium für Behinderten- und Sozialpolitik: "Die Grundidee der Inklusion ist inzwischen in ganz Deutschland verankert." Grundlage sei die UN-Behindertenrechts-Konvention, die in einen Aktionsplan der Bundesregierung umgesetzt wurde.
Die Brücke verleiht Selbstvertrauen

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