2012-05-30

Bundeselternrat fordert KMK-Kampagne für inklusive Bildung

21.05.2012
Bundeselternrat fordert KMK-Kampagne für inklusive Bildung
In der Debatte um inklusive Bildung hat der Bundeselternrat die Kultusminister zu einer Offensive für den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern aufgefordert. Die Kultusministerkonferenz (KMK) sollte eine bundesweite öffentliche Informations- und Imagekampagne für inklusive Bildung starten, forderte der Bundeselternrat (BER). Eine entsprechende Resolution beschlossen die rund 100 Delegierten aus allen Bundesländern auf der Frühjahrsplenartagung des BER am 12. und 13. Mai in Potsdam, wie der BER am 17. Mai mitteilte. "Erfolgreiche Inklusion funktioniert nur mit verbindlichen Ausführungsbestimmungen, die sich nicht an den Finanzen von Staat und Kommune, sondern an den Interessen der Kinder orientieren. Das gibt es leider noch längst nicht in allen Bundesländern", erklärte der BER-Bundesvorsitzende Hans-Peter Vogeler.
Mit der Unterzeichnung der UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderung im Dezember 2008 hat Deutschland sich verpflichtet, nahezu allen Kindern inklusive Bildung zu ermöglichen. Nach Ansicht der BER-Delegierten gehe es nun nicht mehr darum, ob die Länder diese Verpflichtung umsetzen, sondern nur noch darum, wie sie es tun, hieß es. Jetzt müsse Rechtssicherheit geschaffen werden, damit Eltern ihr Kind mit Behinderung oder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ohne Probleme an der allgemeinen Schule anmelden könnten.
Der BER äußerte sich überzeugt davon, dass Inklusion gelingen kann. Das sehe man zum Beispiel bei den Schulen, die schon seit Jahrzehnten inklusiv arbeiteten. Wichtig für eine flächendeckende Umsetzung inklusiver Bildung sei ein einziger Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen, der Eltern und Schulen unterstützt, betonte Vogeler. "Man braucht einen Lotsen durch den Behördendschungel, denn im Wirrwarr der Verordnungen findet sich niemand zurecht."
Der überparteiliche Bundeselternrat ist die Arbeitsgemeinschaft der Landeselternvertretungen in Deutschland. Über seine Mitglieder sind die Eltern von rund 8 Millionen schulpflichtigen Kindern organisiert.

Quelle: dpa-Dossier Bildung Forschung Nr. 21/2012
Bildungspolitik - Didacta Verband der Bildungswirtschaft - alles für Bildung

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