2012-05-24

Studie: Deutlich weniger Fixierungen in Heimen möglich -Altenheim Online - Aktuelle Nachrichten

Studie: Deutlich weniger Fixierungen in Heimen möglich

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24.05.2012

Eine aktuelle Studie zeigt: Fixierungen lassen sich vielfach vermeiden, ohne dass der Pflegealltag beeinträchtigt wird. Fixiergurte und Bettgitter für alte Menschen im Heim sind nach einer aktuellen Studie in vielen Fällen unnötig. Mit besserer Schulung der Mitarbeiter lasse sich die Zahl der freiheitseinschränkenden Maßnahmen (FEM) deutlich reduzieren, ohne das es zu mehr Stürzen oder Psychopharmaka-Verordnung komme. Die Studie der Universitäten Witten/Herdecke und Hamburg wurde in der Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association (JAMA)" veröffentlicht. Altenheim Online - Aktuelle Nachrichten


Neue Studie In Deutschland wird mehr fixiert, als notwendig wäre

23.05.2012 ·  Schätzungsweise 400 000 Menschen werden täglich in Pflegeheimen an Bett und Rollstuhl gefesselt oder mit Bettgittern am Aufstehen gehindert. Einer Studie zweiter deutscher Universitäten zufolge sind viele Fälle davon vermeidbar. 
www.faz.net



Freiheitseinschränkende Maßnahme

Freiheitseinschränkende Maßnahmen oder Freiheitsentziehende Maßnahmen (kurz FEM) können "Fixierungen", das Einsperren im Zimmer / auf der Station, das Wegnehmen von Gehhilfen, Kleidung oder die Gabe sedierender Medikamente (Chemische Fixierung) sein. Alle freiheitseinschränkenden Maßnahmen stehen zunächst im Gegensatz zu der in den Grundrechten der Verfassung verankerten staatlichen Freiheitsgarantie. Eine solche Maßnahme kann den objektiven Straftatbestand der Freiheitsberaubung nach § 239 StGB erfüllen und wäre dann strafbar, wenn für die Fixierung kein Rechtfertigungsgrund vorliegt. In der Pflege geht es dabei um legale Maßnahmen, die aber nicht nur aus den strafrechtlichen Gründen als letztes Mittel sondern aus ethischen Überlegungen heraus und wegen der Verletzung der Person/der Persönlichkeit nur mit einer sehr engen Indikation eingesetzt werden dürfen. Die "Indikation" dazu prüft in der Regel der behandelnde Arzt; evtl. falls nicht anders machbar oder wenn es durch die Umstände vorgeschrieben ist, ein Amtsarzt.
Bei einer mehrmaligen oder dauerhaften Anwendung geht es in der Regel um Bestimmungen aus dem Bereich des Betreuungsrechtes, die vom zuständigen Amtsgericht überprüft und genehmigt werden müssen.

www.pflegewiki.de

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