2013-02-13

Warum Piraten sich um die Barrierefreiheit im Netz kümmern müssen | Flaschenpost

Warum Piraten sich um die Barrierefreiheit im Netz kümmern müssen

Immer mehr Informationen und Dienstleistungen von Regierungen und Behörden werden im Internet zur Verfügung gestellt. Das ist grundsätzlich eine gute Sache. Aber wenn diese Inhalte nicht in einer barrierefreien Form angeboten werden, werden vereinzelte Nutzergruppen ausgeschlossen, da sie nicht (mehr) an diesen Prozessen teilnehmen können.
Wenn zum Beispiel eine Parlamentsdebatte als Stream mit Silverlight übertragen wird, können viele Internetnutzer, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, diese Debatte nicht verfolgen.
Webstandard | mherzber  CC BY-SA
Webstandard | mherzber CC BY-SA
Und wird dieses Video nicht mit Untertiteln versehen oder durch einen Gebärdendolmetscher übersetzt, können hörbehinderte Personen die angebotene Information nicht aufnehmen. Wenn also eine hörbehinderte Person ein Formular einer Behörde ausfüllen möchte und dieses für sie aus irgendwelchen Gründen nicht zugänglich ist, die einzige Alternative aber ist, im Amt anzurufen, hat sie ein Problem.
Demnach sollten von der Regierung zur Verfügung gestellte Informationen nicht nur grundsätzlich für die Öffentlichkeit zugänglich sein, sondern in geeigneter Form auch allen Bürgern mit Einschränkungen angeboten werden. Mancher mag vermuten, die Betroffenen wären eine kleine Minderheit. Aber die Zahl wird auf etwa 80 Millionen Menschen in Europa geschätzt. Das sind rund 15 % der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter. Diese Zahl wird mit der Überalterung unserer Gesellschaft weiter steigen. Gleichzeitig geht man davon aus, dass weniger als 10 % der Webseiten barrierefrei sind.

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