2013-01-06

Sozialministerin Haderthauer: "Pflegende Angehörige noch stärker entlasten!" - 04.01.2013 - Pressemitteilung 006.13


München, 04. Januar 2013 PM 006.13

Pflege

Sozialministerin Haderthauer: "Pflegende Angehörige noch stärker entlasten!"

"Angehörige leisten einen wertvollen und unersetzlichen Beitrag in der Pflege! Die Familie ist Bayerns größter und wichtigster 'Pflegedienst': Zwei Drittel aller pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Ihnen gebührt unsere Anerkennung und unsere Unterstützung. Um den pflegenden Angehörigen bei ihrem so wichtigen Engagement effektiv unter die Arme zu greifen, müssen wir sie zukünftig noch stärker entlasten. Wir brauchen weitere rentenrechtliche Verbesserungen für pflegende Angehörige: Genauso wie die Kindererziehung gehört die Pflege zur Lebensleistung, die Spiegel der Rentenhöhe werden muss. Eine weitere Baustelle ist die steuerliche Absetzbarkeit von Kosten für Pflege- und Haushaltshilfen. Genauso wie jeder Betrieb seine Aufwendungen, so muss künftig auch die Familie ganz selbstverständlich ihre Pflegeaufwendungen voll steuerlich absetzen können. Und mittelfristig müssen wir die Versicherungsleistungen der häuslichen Pflege an die Leistungen der stationären Pflege angleichen, um so die häusliche Pflege weiter zu stärken", so Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer heute in München.
Die Neuerungen des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes, das im Oktober dieses Jahres in Kraft getreten ist, sieht Haderthauer als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. "Durch die Leistungsverbesserungen für Demenzkranke und die im Gesetz vorgesehene Förderung alternativer Wohnformen wird die häusliche Pflege maßgeblich gefestigt. Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen! Gleiches gilt für die zum Jahreswechsel eingeführte staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung. Die Pflegeversicherung ist und bleibt eine Teilkaskoversicherung und wird niemals alle Kosten für die Pflege abdecken. Wir müssen daher alles daran setzen, die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken! Ein aus meiner Sicht notwendiger Schritt ist es hier, die Leistung von Eltern noch mehr zu honorieren. Denn Eltern leisten einen wichtigen generativen Beitrag zum Erhalt der sozialen Sicherungssysteme. Dies muss durch die Einführung einer großzügigen Familienkomponente Berücksichtigung finden", so die Ministerin abschließend.
04.01.2013 - Pressemitteilung 006.13

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