2012-07-18

Der traurige Tod im Heim | Nachrichten aus Nürnberg - AZ NÜRNBERG

Von SEBASTIAN MÜLLER 17.07.2012

Der traurige Tod im Heim

Pflege-Experte Fussek kritisiert „hohe Dunkelziffer“ bei Sterbehilfe
BAMBERG Ein Praktikant und Arzt-Sohn (17) soll in einem  Pflegeheim im Kreis Bamberg eine Frau (100) getötet haben – auf Verlangen. Der Fall empört den Pflege-Experten Claus Fussek (59): „Solche Szenen kommen mir sehr bekannt vor“, sagte Fussek der AZ. „Wir haben in der Pflege einen dramatischen Personal-Notstand und eine sehr hohe Dunkelziffer mit aktiver Sterbehilfe“, betont der Buch-Autor. „In der Regel kommt der Notarzt, stellt den Totenschein aus, da steht dann meistens Herzversagen drauf und niemand fragt da genau nach, woran der Mensch gestorben ist.“
Der 17-Jährige habe „Pech gehabt“, dass sein Fall öffentlich wurde. Vermutlich sei er mit dem Leid und dem Elend der Frau in dem Altenheim völlig überfordert gewesen. Er könne sich gut vorstellen, dass die 100-Jährige nur noch sterben wollte. „Die Menschen haben oft starke Schmerzen, sind ständig alleine, liegen in ihrem eigenen Kot und Urin.“


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