2012-06-29

GEW fordert klare Zielsetzung bei Inklusion - bildungsklick.de

Pressemeldung 
Rheinland-Pfalz

GEW fordert klare Zielsetzung bei Inklusion

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Mainz, 29.06.2012 - "Die GEW fordert die Landesregierung auf, Inklusion an den Bildungseinrichtungen und insbesondere an den Schulen in Rheinland-Pfalz zügig umzusetzen", sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Klaus-Peter Hammer, heute vor der Presse. Hierzu sei ein Konzept mit klarer politischer Zielrichtung für Schulen, Schulträger, Eltern und Lehrkräfte erforderlich, an dem es derzeit noch fehle.
Mit Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die deutsche Regierung ist Rheinland-Pfalz wie alle anderen Bundesländer verpflichtet, in den kommenden Jahren ein inklusives Schulsystem zu verwirklichen. Ziel der Konvention ist es, alle beeinträchtigten Schülerinnen und Schüler an Regelschulen zu unterrichten und ihnen dort in der Gemeinschaft mit anderen Schulkindern die individuell notwendige Förderung zukommen zu lassen.
Rheinland-Pfalz ist laut Hammer von diesem Ziel noch "meilenweit entfernt". Zwar habe die Landesregierung vor einigen Jahren mit der Einführung von Schwerpunktschulen die Voraussetzung geschaffen, dass Eltern flächendeckend die Möglichkeit haben, für ihre beeinträchtigten Kinder zwischen einer besonders ausgestatteten Regel- oder der Förder-schule zu wählen. Wenn aber Rheinland-Pfalz, wie einer Studie von Prof. Dr. Klemm für die Bertelsmann-Stiftung zu entnehmen ist, bei einer Quote von 20,5 Prozent inklusiv beschulter Schülerinnen und Schüler im Ländervergleich noch im unteren Drittel liege und die Lehrkräfte an den Schwerpunktschulen über unzureichende Rahmenbedingungen klagten, sind laut GEW-Landesvorsitzenden noch "große Schritte zur Verwirklichung der Inklusion in unserem Bundesland erforderlich".
Die GEW kritisiert, dass die Landesregierung zur Weiterentwicklung der inklusiven Beschulung nur vage Aussagen macht," sagte die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende und Förderschullehrerin Sylvia Sund. "Wir erwarten von der Landesregierung eine umfassende Bestandsaufnahme auf der Grundlage verlässlicher Daten, eine klare Festlegung auf die weiteren Entwicklungsschritte und die Veranlassung der entsprechenden Maßnahmen."
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