2012-06-29

Licht ins Dunkel der Pflege - derStandard.at › Inland

Licht ins Dunkel der Pflege

Irene Brickner, 28. Juni 2012, 19:39
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    foto: ap/öser
    Neuland in Sachen Menschenrechtskontrolle: Auch wie Alte, Pflegebedürftige und behinderte Personen in Österreichs Heimen leben, wird ab Juli transparenter.

Volksanwaltschaft kontrolliert ab Juli alle Anhaltungsorte - auch Sonderschulen im Visier

Wien - Die Premiere werde wahrscheinlich noch in diesem Sommer, sicher aber im Herbst stattfinden, sagt Getrude Brinek. Dann würden am Eingangstor eines Pflege- oder Altersheims erstmals die Menschenrechtskontrollore von einer der sechs neuen Besuchskommissionen der Volksanwaltschaft anläuten - unangekündigt und mit Kompetenzen ausgestattet, im Fall krasser Missstände Sofortmaßnahmen einzuleiten.
Begutachtet würden dann etwa "Medikation und Fixierung, Ausstattung und Hygiene, Betreuungsintensität und Freizeitangebote", zählte die Vorsitzende der Volksanwaltschaft am Donnerstag bei einem Hintergrundgespräch auf. Im Mittelpunkt der Inspektionen werde die Frage stehen, ob die Menschenrechte der Bewohner trotz Freiheitseinschränkung, wie sie an diesen Orten stattfindet, in vollem Umfang gewährt sind.
"In Polizeiarresten, Schubhaftanstalten und Gefängnissen gab es derlei unangemeldete Besuche bereits bisher. In Einrichtungen der sozialen Versorgung hingegen betreten wir Neuland", erläuterte Brinek.
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