2012-06-19

RehaTreff | Bundesregierung unterschlägt behinderte Fachkräfte

Bundesregierung unterschlägt behinderte Fachkräfte

ISL_Logo-jpeg_Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat die gestern vorgestellte Fachkräftekampagne von Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit (BA) scharf kritisiert: “Es ist unglaublich, mit welcher Ignoranz die Qualifikationen von Fachkräften mit Behinderung in dieser Kampagne geleugnet werden”, stellt die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade fest. “Als Fachkräftepotenzial in den neuen Internetportalen werden lediglich Frauen, Migranten, die Generation 50 plus, Schul- und Hochschulabsolventen und internationale Fachkräfte benannt!”
Dies sei schwer nachzuvollziehen, so Arnade, da die Bundesagentur für Arbeit sogar selber in einer aktuellen Statistik vom Juni 2012 veröffentlichte, dass der Fachkräfteanteil bei schwerbehinderten Arbeitslosen höher ist als bei nicht schwerbehinderten Arbeitslosen! So würden schwerbehinderte Arbeitslose zu 56 Prozent eine betriebliche oder schulische Ausbildung aufweisen, ohne Abschluss seien 40 Prozent. In der Vergleichsgruppe der nicht schwerbehinderten Arbeitslosen hätten nur 49 Prozent eine betriebliche oder schulische Ausbildung und ohne Abschluss seien 45 Prozent.
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