2012-06-01

Gehandicapt und motiviert bis in die Haarspitzen - Wirtschaft - Krefeld - Lokales - Westdeutsche Zeitung

Gehandicapt und motiviert bis in die Haarspitzen

Betriebe, die behinderte Mitarbeiter einstellen, erhalten Zuschüsse. Doch fallen die Entscheidungen oft nicht vorbehaltlos.
Thomas Hirsch (vorne) arbeitet in der Werkstatt des Betriebes von Wilhelm Költgen (hinten) an der Oberbenrader Straße. Der körperlich behinderte Zweiradmechaniker findet hier optimale Bedingungen vor. Im Bild wird das Motorrad eines Kunden behindertengerecht umgebaut. Grafik: F. Valkieser/
Großbild DJ/Repro: abi, Bild 1 von 2 Thomas Hirsch (vorne) arbeitet in der Werkstatt des Betriebes von Wilhelm Költgen (hinten) an der Oberbenrader Straße. Der körperlich behinderte Zweiradmechaniker findet hier optimale Bedingungen vor. Im Bild wird das Motorrad eines Kunden behindertengerecht umgebaut. Grafik: F. Valkieser/
Krefeld. Lange hat Thomas Hirsch sich bemüht, unter Kollegen am Arbeitsplatz nicht als „der Behinderte“ wahrgenommen zu werden. Hoch motiviert und fit in seinem Beruf versuchte er immer wieder, Einsatz zu zeigen und die Einschränkungen, die sein Körper ihm auferlegt, zu unterdrücken. „Ich habe ständig 120 Prozent gegeben, irgendwann ging es nicht mehr“, sagt der heute 48-jährige Krefelder rückblickend. Mittlerweile hat der Zweiradmechaniker – er erkrankte als Kind an einer seltenen Krebsform und nahm durch die harten Behandlungsformen Schaden – gelernt, die begrenzte Leistungsfähigkeit seines Körpers richtig einzuschätzen. Und er weiß nun, dass er seinen Betrieb bereichert.
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