2012-08-14

Der Ekel vor behinderten Haspa-Kunden - Gerlefs Blog

Der Ekel vor behinderten Haspa-Kunden

Unglaubliche Vorkommnisse in Zeiten der UN-Konvention oder notwendige Lernprozesse bei der Haspa

Herr W. ist Kunde bei der Hamburger Sparkasse, bei der, wie sie alle in Hamburg nennen, Haspa. Seit über 20 Jahren und fast immer bei der gleichen Filiale in Hamburg-Bramfeld. Letzte Woche kam es zu einem Vorfall, den er selbst so beschreibt:
„Heute (01.08.2012) kam ich mit meiner Assistentin in Ihre Filiale in Hamburg Bramfeld, in der ich seit 20 Jahren ein zuverlässiger Kunde bin.
Aufgrund einer schweren Muskelerkrankung sitze ich im Rollstuhl und habe dazu noch eine Sprachbehinderung, ich bin aber nicht geistig behindert. Durch meine eingeschränkte Motorik fällt es mir sehr schwer Formulare zu unterschreiben, und daher benötige ich Jemanden der mir eine Schreibunterlage hält. Heute unterstützte mich dabei meine Assistentin. Manchmal besuche ich Ihre Filiale auch ohne eine Assistentin, dann benötige ich die Unterstützung von Ihren Angestellten.
Ihre Angestellte Frau E. B. teilte heute, hinter meinem Rücken, meiner Assistentin mit, dass sie es sehr begrüßen würde, wenn ich Ihre Filiale in Zukunft nur noch mit Begleitung aufsuchen würde. Grund dafür ist, dass das Haspa-Personal Hemmungen mir gegenüber besitzt und, so wörtlich, ,,großen Ekel" bezüglich meiner Behinderung hat, und, dass es für meine Assistentin wahrscheinlich nicht ,,so schlimm" sei, weil diese sich, „so einen Beruf' ausgesucht hätte. Meine Assistentin teilte mir die Beschwerde von Seitens Frau B. mit, und ich suchte daraufhin das Gespräch mit der Dame. Ich versuchte zu erklären, dass eine stetige Präsens einer Assistentin nicht immer möglich ist, und wenn ich mir für kurze Bankbesuche immer eine Begleitung organisieren müsste, wäre ich in meiner Selbstständigkeit erheblich eingeschränkt. Die Angestellte Frau B. bekräftigte daraufhin noch mal, dass das gesamte Personal großen Ekel und Abneigung mir gegenüber empfinde und in einem internen Mitarbeitergespräch zu dem Schluss gekommen sei, mich nicht mehr persönlich zu bedienen, da dies eine zu große Zumutung darstelle. Daraufhin bekam ich eine große Anzahl Blanko-Auszahlungsschecks, die ich in Zukunft zu Hause vorbereiten soll, damit die ,,Belastung“. für das Personal geringer ist.

Ich fühle mich zutiefst gekränkt, beleidigt und diskriminiert! Ich fühle mich zutiefst gekränkt, beleidigt und diskriminiert! Ich habe Ihr Verhalten mir gegenüber bereits mit verschieden Verbänden für körperlich behinderte Menschen in Hamburg besprochen, in denen ich auch zum Vorstand gehöre. Meine betroffenen Kollegen sind ebenfalls entsetzt über Ihr Verhalten. Auch meine angestellten Assistenten halten Ihr Verhalten für ein Armutszeugnis für eine bunte und eigentlich so tolerante Stadt, wie Hamburg. (...)
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