2012-01-07

behindert-barrierefrei e. V. | Blog

07.01.2012 07:30 Uhr

Brillanter Geist im Rollstuhl

An diesem Wochenende wird der britische Physiker Stephen Hawking 70 Jahre alt
Auf die Frage, wer wohl der berühmteste Naturforscher der Gegenwart sei, dürften viele spontan antworten: Stephen Hawking. Manche vergleichen den britischen Physiker gar mit Albert Einstein, der zu Lebzeiten ebenfalls höchste Popularität genoss. Dabei hat Hawking nicht einmal den Nobelpreis erhalten, was gelegentlich damit begründet wird, dass seine hochfliegenden theoretischen Entwürfe noch nicht experimentell bestätigt worden seien.

Stephen Hawking wurde am 8. Januar 1942 in Oxford als Sohn eines Arztes geboren. Schon als Doktorand an der Universität Cambridge offenbarte er seine außergewöhnliche Begabung. Denn er bewies, dass unter sehr allgemeinen Voraussetzungen in Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie eine Singularität unvermeidlich ist. Als Singularität bezeichnet man in der theoretischen Physik einen Punkt, in dem der mathematische Ausdruck für eine physikalische Größe unendlich wird und die bekannten physikalischen Gesetze ihre Gültigkeit verlieren. Das trifft auf die Anfangssingularität des Urknalls ebenso zu wie auf die Raumzeit-Singularität eines Schwarzen Lochs. So gesehen war es nur konsequent, dass Hawking ab 1966 nach einer Möglichkeit suchte, Schwarze Löcher quantentheoretisch zu beschreiben, um jene Singularität nachträglich aufzulösen.

Fraglich blieb, ob er diese Arbeit würde zu Ende führen können. Denn schon 1963 hatten Ärzte bei Hawking die unheilbare Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert, die mit einer fortschreitenden Muskellähmung einhergeht und gewöhnlich nach wenigen Jahren zum Tod führt. Nicht so bei Hawking, der einem medizinischen Wunder gleich an diesem Wochenende seinen 70. Geburtstag feiert. (...)
behindert-barrierefrei e. V. | Blog

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...