2012-02-26

Lachend immer weiter - Freie Presse

Lachend immer weiter

Filmemacher Martin Jabs zeigt, wie eine Familie aus Chemnitz die behinderte Tochter Nora in den Alltag integriert

Chemnitz. Nora ist geistig und körperlich behindert, Ärzte attestierten ihr kein langes Leben. Doch mittlerweile ist sie 32 Jahre alt und hat ihre Mutter und Großmutter überlebt, ohne es zu wissen. Martin Jabs aus Berlin hat einen Film über die Chemnitzer Familie gedreht.
Wie komme ich aus dieser Nummer wieder raus, grübelte Martin Jabs. Sein Studienfreund an der Filmakademie Ludwigsburg, Gregor Eichhorn, ein Chemnitzer, hatte ihn gefragt, ob er einen Film über seine behinderte Schwester drehen würde. "Aber ich hatte noch nie mit Behinderten zu tun. Ich hatte da starke Berührungsängste und wollte das eigentlich nicht machen", erzählt Jabs.
Den Film hat er dann doch gedreht. Und zwar längere Zeit, als gedacht, insgesamt sieben Jahre lang. Und auch intimer als gedacht, weil Noras Mutter und Großmutter in dieser Zeit starben. Es ist ein Familienporträt geworden, ein 70-minütiger Dokumentarfilm, der bereits auf Festivals in halb Europa und beim Filmfestival "Schlingel" im vergangenen Jahr in Chemnitz gezeigt wurde.
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