2011-12-16

Bundesrat: Menschen mit Behinderungen auch sprachlich nicht diskriminieren

Menschen mit Behinderungen auch sprachlich nicht diskriminieren

Bundesrat, Pressemitteilung vom 16.12.2011

Der Bundesrat möchte einen Beitrag zum respektvolleren Umgang mit Behinderten leisten. Aus diesem Grund hat er am 16.12.2011 die Bundesregierung aufgefordert, in den einschlägigen Bundesgesetzen den Begriff "behinderte Menschen" durch "Menschen mit Behinderungen" zu ersetzen.

Zur Begründung führt der Bundesrat aus, dass der Begriff des behinderten Menschen in weiten Teilen der Gesellschaft, gerade aber von den Menschen mit Behinderungen selbst als diskriminierend empfunden werde, weil er diese Menschen sprachlich auf ihre Behinderungen reduziert. Dieser Tatsache sei insbesondere auch in der Gesetzessprache einschlägiger Bundesgesetze Rechnung zu tragen, um im gesellschaftlichen und politischen Leben einen Prozess des Umdenkens zu initiieren und zu beschleunigen.

Die Entschließung des Bundesrates "Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen - Sprache gestaltet das Denken" finden Sie auf der Homepages des Bundesrats.
Quelle: Bundesrat

Menschen mit Behinderungen auch sprachlich nicht diskriminieren

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