2011-12-04

Special Olympics Deutschland: DOSB-Mitgliederversammlung: Inklusion ist wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen



04.12.11
DOSB-Mitgliederversammlung: Inklusion ist wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen

"Der DOSB setzt sich zusammen mit seinen Mitgliedsverbänden Deutscher Behindertensportverband, Special Olympics und Deutscher Gehörlosen-Sportverband ein für den Schritt von der Integration zur Inklusion", so DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach in seiner Begrüßungsrede zur Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 2./3.12.2011 in Berlin. Sowohl Bundespräsident Christian Wulff als auch Dr. Thomas Bach hoben die gesellschaftspolitische Bedeutung des Themas Inklusion und die diesbezügliche wichtige Rolle des Behindertensports hervor. Special Olympics Deutschland wurde sowohl in der Begrüßungs-, als auch in der Grundsatzrede des DOSB-Präsidenten als ein Partner für die Umsetzung diesbezüglicher Ziele genannt.
Für SOD nahmen Vizepräsident Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke und Geschäftsführer Sven Albrecht an der Mitgliederversammlung im Berliner Hotel Estrel teil.
Bundespräsident Wulff: Nicht die Behinderung, der Sport soll im Mittelpunkt stehen
Der DOSB berichtet auf seiner Website:
Bundespräsident Christian Wulff betonte vor den 256 Delegierten und rund 200 Gästen vor allem die integrative Kraft des Sport, gerade angesichts der jüngsten Ereignisse. „Das Stadion darf nicht der Ort werden, seinen Emotionen, Fanatismus und Ausländerfeindlichkeit freien Lauf zu lassen“, sagte der Bundespräsident. „Auch mit Hilfe des Sports müssen wir Ausländerfeindlichkeit, Hass und Gewalt noch stärker entgegentreten.“
Sport trage zu Vielfalt, Offenheit und Interesse am Anderen bei, wie das sonst in keinem anderen Bereich der Gesellschaft möglich sei. „So wird Reichtum der Vielfalt implementiert.“ Das Staatsoberhaupt dankte dem DOSB für sein Programm „Integration durch Sport“. Wer gemeinsam Sport treibe, lerne sich kennen, die unteschiedlichen Fähigkeiten zu schätzen und zu achten.
„Wir können kaum hoch genug schätzen, wie wichtig der Sport zum Zusammenwachsen unserer Gesellschaft ist“, ergänzte Wulff. „Da dürfen wir den Sport nicht alleine lassen. Es ist unsere zentrale Aufgabe zu zeigen, was wir in unserem Lande nicht wollen.“
Für das kommende Jahr kündigte der Bundespräsident seinen Besuch bei den Paralympics in London an. Es sei ihm ein besonderes Anliegen, den Behindertensport zu unterstützen. „Er ist erst dann in der Gesellschaft angekommen, wenn nicht mehr die Behinderung, sondern der Sport im Mittelpunkt steht“, sagte Wulff.
Dr. Thomas Bach: Sich öffnen und Inklusion fördern
Ein wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen des DOSB ist auch die sportbezogene Umsetzung der „UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“. Diese Konvention hat als Leitbild die „Inklusion“ als Weiterentwicklung der „Integration“.
Das heißt: Nicht nur der Mensch mit Behinderung muss sich anpassen. Vielmehr müssen alle gesellschaftlichen Bereiche sich für seine Bedürfnisse öffnen und danach handeln. In unseren Mitgliedsverbänden Deutscher Behindertensportverband, Special Olympics Deutschland und Deutscher Gehörlosen-Sportverband werden viele Angebote bereits gemacht und ebenso viele entwickelt.
Aber auch andere Verbände und Vereine haben sich bereits den Menschen mit Behinderung geöffnet. Der DOSB ist gerne bereit, diese Angebote zu koordinieren und zu vernetzen, um damit die Inklusion zu fördern. Deshalb arbeiten wir auch in einem der Fachausschüsse der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Konvention mit.

(DOSB-Presse)


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