2011-11-10

In der Pflege droht Pleitewelle - NWZonline.de

In der Pflege droht Pleitewelle

Gesundheit Kritik an Koalitionskompromiss auch aus den eigenen Reihen


Unionsabgeordnete sehen Nachteile für die jüngere Generation. Einrichtungen fürchten um die Qualität der Leistungen.

KNA

Bonn - Der Pflegekompromiss der schwarz-gelben Koalition stößt weiter auf Kritik, auch aus den eigenen Reihen. So wandte sich die Junge Gruppe in der Unions-Bundestagsfraktion gegen die Pläne der Koalitionsspitzen für die Pflegeversicherung. „Das, was den jüngeren Generationen versprochen wurde, wird nicht geliefert“, sagte der Vorsitzende der jungen Unionsabgeordneten, Marco Wanderwitz (CDU).

Die Koalition hatte sich darauf verständigt, die freiwillige Riester-Rente durch eine Pflegekomponente zu erweitern. Zusätzlich soll der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegekasse Anfang 2013 um 0,1 Prozentpunkte angehoben werden. Damit stehen rund 1,1 Milliarden Euro mehr als bisher für die Versorgung Demenzkranker zur Verfügung.

Nach Ansicht von Experten wird der Pflegekompromiss viele Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste in finanzielle Bedrängnis bringen. Es werde zu einer „Pleitewelle kommen, die allein in NRW mehrere hundert Einrichtungen betreffen wird“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach.
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